Heilige Alltagshelfer | Teil 6
Heilige Technik-Freaks
- Hl. Isidor von Sevilla
- Foto: Joachim Schäfer - Ökumenisches Heiligenlexikon
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Probleme mit der modernen Technik? Diese drei Heiligen stehen bereit.
Hl. Isidor von Sevilla
Gedenktag: 4. April
Darstellung: als Bischof in weißem
Gewand
Attribute: Buch, Federkiel
Patron: Internet, Spanien
Isidor von Sevilla lebte im frühen 7. Jahrhundert – zu einer Zeit, in der das alte Rom zerfallen war und neue Reiche entstanden. Als Sohn einer vornehmen römischen Familie kam er nach Sevilla, das damals unter byzantinischer Besetzung stand. Schon als Jugendlicher zog es ihn ins Kloster, und mit nur 30 Jahren wurde er Abt – mit ungewöhnlicher Leidenschaft für Bücher, Sprachen und Wissenschaft.
Berühmt wurde er durch ein Werk, das seiner Zeit weit voraus war: die „Etymologiae“, eine Enzyklopädie in 20 Bänden, in der er versuchte, alles Wissen seiner Welt zu sammeln – weltlich wie religiös.
Heute wird er oft als „Patron des Internets“ bezeichnet. Denn der Versuch, Wissen zu ordnen und für alle verfügbar zu machen, verbindet seine „Etymologiae“ mit dem World Wide Web.
Übrigens ...
... sollte man ihn nicht verwechseln mit Isidor von Madrid, dem Regen‑ und Bauernpatron, der in der Steiermark rund 80 Mal dargestellt ist. Isidor von Sevilla ist in unseren Breiten hingegen weniger bekannt – vielleicht ein Anstoß, ihm einmal ein Bild oder eine Statue zu widmen.
- Hl. Carlo Acutis
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Hl. Carlo Acutis
Gedenktag: 12. Oktober
Darstellung: Jugendlicher, oft im roten Polo-Shirt
Attribute: Rucksack, Laptop
Patron: Internet, Jugend
Carlo Acutis war ein Jugendlicher, der Glauben und digitale Welt auf ungewöhnliche Weise verband. 1991 geboren und mit nur 15 Jahren an einer aggressiven Form von Leukämie verstorben, hinterließ er dennoch ein erstaunlich großes Echo. Schon als Kind betete er täglich, ging zur Messe und sagte: „Die Eucharistie ist meine Autobahn zum Himmel.“ Gleichzeitig brachte er sich mit neun Jahren das Programmieren bei, baute Webseiten und begann mit elf ein Verzeichnis von eucharistischen Wundern, das heute als Ausstellung um die Welt reist. Seine Mutter erzählt: „Er war wirklich sehr fromm… er wollte Jesus grüßen.“ Nach seinem frühen Tod wurde Carlo für viele zu einer inspirierenden Figur: ein Jugendlicher, der Glauben selbstverständlich lebte, sich mit großer Neugier in die digitale Welt stürzte und ein Herz für andere Menschen hatte.
- Hl. Josef von Copertino
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Hl. Josef von Copertino
Gedenktag: 18. September
Darstellung: im Ordenshabit der Franziskaner/Minoriten
Attribute: schwebend, mit Flügeln
Patron: Luftfahrt und AstronautInnen
Josef von Copertino, 1603 im süditalienischen Copertino geboren, wuchs unter schwierigen Bedingungen auf und wurde zunächst von mehreren Orden abgelehnt. Schließlich fand er im Dritten Orden der Franziskaner seinen Platz – dort begann seine außergewöhnliche Geschichte: Beim Fest des hl. Franziskus 1630 hob Josef plötzlich vom Boden ab und schwebte bis zur Höhe der Kanzel. Solche sogenannten
„Levitationen“ wiederholten sich immer wieder: Josef verkündete das Evangelium von oben. Die Inquisition untersuchte ihn, fand aber keine Erklärung. Wegen der wachsenden Verehrung wurde er mehrfach versetzt, bis er 1663 starb. Mindestens 70 seiner „Flüge“ sind bezeugt, einer sogar vor Papst Urban VIII. 1963 wird Josef zum Patron der AstronautInnen und der Raumfahrt ernannt. In der Steiermark erinnern mehrere Darstellungen an ihn – darunter ein Seitenaltarbild in der Grazer Grabenkirche.
Maria Wilbrink
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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