Aus meiner Sicht - Alfred Jokesch
Fußball ist synodal
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„Wer den Ball nicht passen kann, hat das Spiel noch nicht verstanden, auch wenn er Talent hat.“ So ist in einem Post von Papst Leo XIV. zur Fußball-Weltmeisterschaft zu lesen. Der Fußball zeige uns: „Das Leben ist kein Wettlauf, um sich allein zu profilieren, sondern ein Weg, den wir gemeinsam gehen lernen.“ Wer nicht mit anderen und für andere leben könne, habe auch das Wesen des Lebens nicht verstanden.
Oft ärgere ich mich – als Zuschauer ebenso wie als Spieler –, wenn einer zu „ballverliebt“ ist und so lange dribbelt, bis er ihn verliert, wenn er den richtigen Zeitpunkt verpasst, den Ball abzugeben. Denn alleine kann auch kein Messi oder Ronaldo ein Spiel gewinnen.
Der Ball ist ein schönes Bild für das Leben. Der Sinn des Spiels liegt nicht darin, den Ball festzuhalten und zu besitzen, sondern darin, ihn mit anderen zu teilen und viele ins Spiel einzubeziehen. Um ein Tor zu erzielen, muss ich ihn loslassen und abgeben. So können wir auch die Aussage Jesu verstehen: Wer sein Leben liebt / retten will / behalten will, wird es verlieren. Wer es aber verliert / abgibt / loslässt, wird es gewinnen. (vgl. Lk 17,33)
Davon können wir auch auf dem synodalen Weg der Kirche lernen. Indem wir die unterschiedlichen Fertigkeiten der einzelnen zur Geltung bringen, kann das Zusammenspiel gelingen.
Alfred Jokesch, Geistlicher Assistent
alfred.jokesch@sonntagsblatt.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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