Maria Himmelfahrt
Meditation

Mariä Aufnahme in den Himmel. Glasfenster in der Wiener Votivkirche. | Foto: Foto: Stephan Schönlaub/Erzdiözese Wien
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In den Himmel

Ich heiße Maria. Aber ich bin noch nicht in den Himmel aufgenommen worden – manchmal würde ich es mir wünschen. Wenn die Last der Welt mir zu schaffen macht oder ich – oft auch eigenverschuldet – gebückt gehe, würde ich gerne alles Schwere, alles Schwierige unter mir lassen und aufgenommen werden in Gottes weiten Raum.
Ich strecke die Arme aus. Automatisch hebt sich mein Kinn, und ich schaue in die blaue Weite. Und mir fällt ein, dass ich ohnehin eine Beziehung zum Himmel habe. Oder besser gesagt: dass der Himmel eine Beziehung zu mir hat. Er ist nicht so weit weg.
Sein König selbst hat gesagt: „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele.“ (Vgl. Matthäus 11,28–29)
Das gilt immer noch. Also bleibe ich gerne hier, so lange ich darf. Und genieße alles Schöne. Und manchmal richte ich meinen Blick gen Himmel, öffne meine Hände und lege alle schweren Sachen ab. Ich erzähle meinem Vater im Himmel meine Sorgen, und alles kommt wieder in die weite Perspektive der Ewigkeit, in der meine Probleme an Gewicht verlieren und mein himmlischer Vater nichts aus dem Ruder geraten lässt.

Maria Wilbrink

Er hört dein Gebet

Wenn die Last der Welt dir zu schaffen macht, hört er dein Gebet.
Wenn dich Furcht befällt vor der langen Nacht, hört er dein Gebet.

Er hört dein Gebet, hört auf dein Gebet.
Er versteht was sein Kind bewegt,
Gott hört dein Gebet.

Wenn du kraftlos bist und verzweifelt weinst, hört er dein Gebet.
Wenn du ängstlich bist und dich selbst
verneinst, hört er dein Gebet.

Wenn die Menschheit vor ihrem Ende steht, hört er dein Gebet.
Wenn die Sonne sinkt und die Welt vergeht, hört er dein Gebet.

Ein Lied von Christoph Zehendner

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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