Positionen - Monika Prettenthaler
Fehlende Präsenz
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Nicht auszudenken, wenn Eltern ihrem Kleinkind einen Schluck Wein ins Flascherl geben würden, damit es sich im Restaurant beruhigt und aufhört zu quengeln. Zum Glück beobachten wir diese Szenen nicht, denn Alkohol ist – weil Gift – zumindest bis zum Alter von 16 bzw. 18 Jahren verboten. Anders, wenn wir sehen, dass Eltern ihrem Kleinkind ein Handy oder Tablet in die Hand geben, um ungestört essen oder reden zu können …
Zahlreiche Studien belegen mittlerweile die fatale Wirkung von Handys auf Babys und Kleinkinder, eine Verzögerung in ihrer geistigen und motorischen Entwicklung, außerdem kommunizieren diese Kinder weniger.
Auch auf ältere Kinder und Jugendliche wirken sich hohe Handynutzung und intensiver Social-Media-Konsum massiv negativ aus: Ihre Konzentrationsfähigkeit geht verloren, und es verändert ihren Blick auf sich selbst. Die geschönten oder überhaupt von Grund auf „gefakten“ Fotos und Videos im Internet wirken auf das eigene Körperbild, und die jungen Menschen werden nicht nur unzufrieden, sondern immer öfter krank.
Babys, Kinder, Jugendliche brauchen Menschen, die sie (an)sehen, die mit ihnen sprechen und mit ihnen spielen, um sich gesund entwickeln zu können – aber sicher keine Maschine.
Monika Prettenthaler
monika.prettenthaler@uni-graz.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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