Offen gesagt - Saskia Löser
Das Wort im Mittelpunkt
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Was ist was? Wortgottesdienst und Wort-Gottes-Feier
Der Wortgottesdienst ist ein Teil der hl. Messe mit ein oder zwei Lesungen (Altes und Neues Testament außer Evangelien), Antwortpsalm nach der ersten Lesung, Ruf vor dem Evangelium (Halleluja bzw. in der Fastenzeit ein anderer Ruf), Evangelium, (Homilie, Glaubensbekenntnis) und den Fürbitten. An diesen Teil der hl. Messe schließt sich die Eucharistiefeier an. Die Tische des Wortes und des Brotes sind gedeckt, Christus ist real präsent im Wort Gottes sowie in Leib und Blut.
Die Wort-Gottes-Feier ist eine eigenständige Feier. Hier begegnen Menschen Christus im Wort Gottes, sie versammeln sich um den Tisch des Wortes. Die Feier hat folgenden groben Ablauf: Eröffnung – Verkündigung des Wortes Gottes – Antwort der Gemeinde – Abschluss. Im Zuge des Zweiten Vatikanischen Konzils ist diese Feier entstanden, die an Fest- und Sonntagen sowie an Wochentagen gefeiert wird. Das Wort Gottes wird in verdichteter Weise gehört, in Zeichenhandlungen (wie Verneigung vor dem geöffneten Lektionar, Berührung der Schriftstelle mit der Hand, Entzünden von Kerzen, Verbrennen von Weihrauch, Segnen mit Weihwasser ...) verinnerlicht und verehrt.
Ja, Wort-Gottes-Feier und Wortgottesdienst klingen ähnlich, doch sie bezeichnen zwei unterschiedliche Feiern.
Saskia Löser ist diözesane Referentin für Liturgie.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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