Aus meiner Sicht - Anna Maria Steiner, Redakteurin
Bin dann mal weg
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Einander in die Arme fallen – verbunden mit einem „Wie war es denn? Erzähl doch mal!“: Ein Wiedersehen mit lieben Menschen geht einher mit Neugierde und Dank für die gesunde Wiederkehr. Ähnlich empfinden derzeit wohl auch all jene 250, die ihre Angehörigen seit 31. Oktober wieder gut zurück wissen von der SONNTAGSBLATT-Reise nach Rom (mehr auf den Seiten 12 bis 13).
„Auf Reisen gleichen wir einem Film, der belichtet wird. Entwickeln wird ihn die Erinnerung“, soll Max Frisch (1911–1991) einmal gesagt haben. Was der Schweizer Architekt und Autor damit anspricht, ist, dass ein Ortswechsel auch verändern kann. Und das ist keineswegs ein Privileg der Weitgereisten. Fernab vom Alltag, von meinen eigenen vier Wänden, setzt auch bei mir Entspannung ein. Aufmerksam für Neues, werde ich durchlässig, „belichtet“. Das Eindrücke-Verarbeiten beginnt erst nach der Rückkehr, und erst viel später wird sich zeigen, wie mich ein Ortswechsel nachhaltig verändert hat.
Neben mittleren und großen Reisen kann man auch die ganz kleinen antreten und „Kurztrips“ im Alltag machen. Sich eine Auszeit gönnen bei einer Tasse Tee, bei einem Waldspaziergang bei einem Plausch mit seinem Gegenüber. Und sehen, was die Erinnerung aus diesen Kurzreisen dann macht.
Anna Maria Steiner, Redakteurin
anna.steiner@graz-seckau.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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