Weltkirche
Würde als Prinzip
- Im Mai 2026 veröffentlichte Papst Leo XIV. die Enzyklika „Magnifica humanitas – über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“ (Bild). Wie Künstliche Intelligenz die Arbeitswelt verändert, stand im Mittelpunkt einer KABÖ-Tagung Mitte Oktober in Eisenstadt.
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KABÖ-Bundeskonferenz. In Eisenstadt beschäftigte man sich mit den vielfältigen Auswirkungen von KI auf die Arbeitswelt.
Die Herausforderungen und Chancen durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Arbeitswelt standen im Mittelpunkt der Bundeskonferenz der Katholischen ArbeitnehmerInnen-
bewegung Österreich (KABÖ), die am 17. Oktober in Eisenstadt stattfand. Ausgehend von der am 25. Mai 2026 veröffentlichten Enzyklika Magnifica humanitas von Papst Leo XIV. beschäftigte man sich mit den vielfältigen Auswirkungen technologischer Entwicklungen.
Im Rahmen einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung im Haus der Begegnung in Burgenlands Bundeshauptstadt diskutierten Manuela Vollmann und Karl Immervoll, Geistlicher Assistent der KABÖ, über die sozialen, wirtschaftlichen und ethischen Herausforderungen der KI. Besonders wichtig sei es, die Auswirkungen differenziert zu betrachten, da einzelne Berufsgruppen und Branchen sehr unterschiedlich betroffen sein werden, so Vollmann. Die Arbeitsmarktexpertin verwies zudem auf die demografische Entwicklung, die viele Unternehmen noch nicht ausreichend in ihre strategischen Überlegungen einbeziehen. Karl Immervoll hob die Bedeutung der Katholischen Soziallehre als Orientierungsrahmen für die Bewertung der aktuellen Entwicklungen hervor. Papst Leo XIV. warne davor, die technologische Entwicklung ausschließlich privaten Interessen und Gewinnmaximierung zu überlassen.
Da die Gestaltung einer menschenwürdigen Arbeitswelt „eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“ sei, ruft die 1951 gegründete KABÖ Religionsgemeinschaften, politische Parteien, Gewerkschaften, Bildungseinrichtungen und Unternehmen auf, sich gemeinsam für eine soziale und gerechte Gestaltung des technologischen Wandels einzusetzen.
Zugleich sehe man sich durch die Impulse des Papstes im Auftrag bestärkt, „gesellschaftliche Entwicklungen aus der Perspektive der Katholischen Soziallehre zu beurteilen und mitzugestalten“, resümierte Hubert Gratzer, Vorsitzender der KABÖ. Man wolle „den Herausforderungen der Gegenwart anhand der Grundprinzipien Gemeinwohl, Menschenwürde, soziale Gerechtigkeit, Solidarität, Subsidiarität und der allgemeinen Bestimmung der Güter begegnen.“
Initiativen in den Diözesen
Die diözesanen KAB-Gruppen würden diesen Auftrag auch bereits durch zahlreiche Initiativen und Veranstaltungen vor Ort umsetzen, so Gratzer: von Aktionen für den freien Sonntag und den Tag der menschenwürdigen Arbeit über Schwerpunkte zu Care-Arbeit und Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern bis hin zu ArbeiterInnenwallfahrten, Dialogveranstaltungen und Projekten für arbeitssuchende Menschen.
Quelle: Kathpress
Redaktion: Anna Maria Steiner
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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