Bergwaldprojekt, Sölktal
Urlaub – einmal anders!

Die Natur genießen konnte die Theologiestudentin Elisabeth Wanek bei ihrem Freiwilligen-Einsatz im Sölktal. Der Österreichische Alpenverein organisiert im Sölktal ein Bergwaldprojekt, bei dem Freiwillige eine Woche lang Grünerlen von Almweiden entfernten (rechtes Bild).
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  • Die Natur genießen konnte die Theologiestudentin Elisabeth Wanek bei ihrem Freiwilligen-Einsatz im Sölktal. Der Österreichische Alpenverein organisiert im Sölktal ein Bergwaldprojekt, bei dem Freiwillige eine Woche lang Grünerlen von Almweiden entfernten (rechtes Bild).
  • Foto: otte
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Eine Theologiestudentin aus Wien berichtet von ihrem Freiwilligeneinsatz bei einem Bergwaldprojekt des Österreichischen Alpenvereines im steirischen Sölktal.

Im schönen steirischen Sölktal, weit ab von städtischem Getriebe, hat sich ein Team von Freiwilligen zusammengetan, um einen wichtigen Beitrag für die heimische Landwirtschaft zu leisten: 19 Freiwillige tauschten einen einwöchigen Urlaub gegen einen Freiwilligeneinsatz und halfen beim Bergwaldprojekt des Österreichischen Alpenvereins – unter ihnen Elisabeth Wanek, eine Theologiestudentin aus Wien, der die Bewahrung der Schöpfung besonders am Herzen liegt.
Sie zitiert Papst Franziskus, der in seiner Umweltenzyklika „Laudato si“ betont: „Alles ist miteinander verbunden. Darum ist eine Sorge für die Umwelt gefordert, die mit einer echten Liebe zu den Menschen und einem ständigen Engagement angesichts der Probleme der Gesellschaft verbunden ist.“ Diese Sorge um das „gemeinsame Haus“ ist für Elisabeth als angehende Theologin ein besonderer Weckruf gewesen, sich für den Umwelt- und Klimaschutz einzusetzen.
Durch Recherche ist Elisabeth auf das Bergwaldprojekt des Alpenvereins gestoßen. Es ist ein Mehrgenerationen-Projekt. Die jüngsten Teilnehmerinnen sind acht Jahre alt. In St. Nikolai im Sölktal treffen die ehrenamtlichen HelferInnen zusammen. Von dort aus geht es auf die Winkler- und die Bräualm, um die nächsten Tage gemeinsam sogenannte Schwendarbeiten zu erledigen. Dabei helfen die Erwachsenen und Kinder mit, die Alm zu erhalten, indem sie Grünerlen, Äste und Steine entfernen. Damit wird Weideland gewonnen und die Qualität der Futterflächen verbessert. Die kräuterreichen Wiesen sind die wichtigste Voraussetzung für die Milchwirtschaft und den berühmten „Ennstaler Steirerkas“.
Im Laufe dieser Woche haben die TeilnehmerInnen des Projektes auch die Möglichkeit, Einblicke in den Lebensraum Wald und Wasser zu gewinnen. Zehn Wasserfälle und 23 Bergseen befinden sich im Naturpark Sölktäler – der Wasserreichtum ist ein besonderes Merkmal dieser Gegend. Sölk ist ein früherer Ausdruck für „fließendes Wasser“. Neben dem eigenen aktiven Beitrag zum Schutz der Natur lernen die Teilnehmenden viel Neues über die Tiere und Pflanzen. Dadurch ist dieses Projekt speziell für StadtbewohnerInnen ein Erlebnis.
Die Landschaft bewusst genießen zu können war einer der schönsten Aspekte für Elisabeth Wanek: „Durch die Zeit in der Natur fühle ich mich Gott besonders nahe. Ich erkenne ihren Reichtum – es ist wahrlich ein Geschenk Gottes an uns Menschen. Daher ist ihre Bewahrung so bedeutend. Wir sollen die Erde hegen, pflegen und verwalten, nicht ausbeuten und beherrschen.“
Das Bergwaldprojekt zog auch das öffentliche Interesse auf sich. Beim Pressegespräch betonte der Bürgermeister von Sölk, Hans Schwab, die Wichtigkeit klein strukturierter Landwirtschaft und die Betreuung der Almen. Alminspektor Franz Bergler sprach von der großen Bedeutung, schon Kindern und Jugendlichen ein Verständnis von Almwirtschaft mitzugeben. Auch die Landtagsklubobfrau der Grünen Sandra Krautwaschl und die Landtagsabgeordneten Veronika Nitsche und Alexander Pinter waren ins Sölktal gekommen. Markus Gerhartinger, Vorsitzender der Umweltbeauftragten der Kirchen Österreichs, war per Videobotschaft aus Wien mit dabei.
Elisabeth Waneks Fazit: „Umweltschutz ist nicht nur ein Anliegen und die Aufgabe Einzelner. Es braucht Politik, Religionen und Institutionen wie den Alpenverein, die sich dem Erhalt unserer Mutter Erde verschreiben.“

Katharina Grager

Österreichischer Alpenverein
Der Alpenverein bietet mit dem Bergwaldprojekt Freiwilligen eine Woche lang die Gelegenheit, mit Fachleuten an ihrer Seite durch verschiedene Maßnahmen die Naturnähe und Vitalität des Bergwaldes zu verbessern.

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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