Vor den Vorhang: Internat Augustinum
Schlecht gelaunt sein unmöglich

Kurzer Schulweg dank Internat, aber nicht nur: Leiterin Sandra Schwarzenbacher ist es wichtig, dass die SchülerInnen die im Bischöflichen Internat Augustinum wohnen auch die Freizeit sinnvoll verbringen können. Das Angebot ist breit: Kampfsporttraining, Tanzkurse, Meditationseinheiten ... | Foto: privat
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  • Kurzer Schulweg dank Internat, aber nicht nur: Leiterin Sandra Schwarzenbacher ist es wichtig, dass die SchülerInnen die im Bischöflichen Internat Augustinum wohnen auch die Freizeit sinnvoll verbringen können. Das Angebot ist breit: Kampfsporttraining, Tanzkurse, Meditationseinheiten ...
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Madlen, Milan und Sandra erzählen vom Bischöflichen Internat Augustinum, wo sie wohnen oder arbeiten.

Madlen und Milan wohnen im Internat Augustinum, Sandra ist die Leiterin.


Madlen und Milan, würdet ihr euch für unsere LeserInnen kurz vorstellen und erzählen, wieso ihr euch das Bischöfliche Internat Augustinum ausgesucht habt?
Milan: Mein Name ist Milan Sojnik, ich bin 16 Jahre alt und ich besuche hier in Graz die Ortweinschule und bin jetzt schon im dritten Jahr im Bischöflichen Internat Augustinum. Bevor ich mich für das Augustinum entschied, habe ich mir natürlich auch andere Jugendheime angeschaut, aber die Gemeinschaft und der familiäre Umgang hier sind mir sofort ins Auge gesprungen und ab da war für mich klar: „Da muss ich hin!“

Madlen: Ich bin Madlen Bozic, ich bin 14 Jahre alt, in ein paar Tagen werde ich 15. Ich besuche die HTBLVA Ortweinschule Graz und bin seit knapp fünf Monaten im Internat Augustinum. Mir sind auch andere Internate oder Schülerheime zur Auswahl gestanden, aber keines hat mir so gefallen wie dieses. Als ich zum Erstgespräch ins Internat gekommen bin, hat alles so authentisch und echt gewirkt! Zum Beispiel haben wir am Gang eine Person getroffen, die gerade ihrer Freundin selbstgemachte Schokolade brachte. Mir wurde auch ein Zimmer gezeigt und besonders begeistert hat mich, dass jedes Zimmer ein eigenes Bad hat. Was ich auch toll fand, ist, dass hier die Nutzung von so vielen Räumen erlaubt ist. Wenn man zum Beispiel musikalisch ist, dann kann man den Musikraum benutzen; macht man gerne Sport, kann man entweder in den großen Park gehen oder den Fitnessraum nutzen – auch eine Boulderwand gibt es.

Wie hast du dir das Internatsleben vorgestellt?
Madlen: Ich hatte mir vom Internatsleben gewünscht, dass ich Freunde finde, meine Zimmerkollegin nett ist, ich gut in der Schule klarkomme und mir das Essen schmeckt. Ich hatte auch gehofft, dass ich gut lernen kann. Zum Glück ist auch alles, worauf ich gehofft hatte, eingetreten! Ich habe sowohl in der Schule als auch im Internat mehrere Freunde gefunden, auch das Lernen fällt leicht. Es gibt regelmäßig Workshops zu Schulthemen wie etwa Konzentration, wie man richtig lernt oder mit Stress umgeht. Die Schule läuft auch echt gut. Ich bin wirklich froh, dass ich jetzt hier in Graz in meine Traumschule gehen darf und das mit einem wirklich einfachen und kurzen Schulweg. Was mich sonst zwei Stunden mit Bus, Bahn und Bim kosten würde, ist jetzt nur noch ein zwanzigminütiger Spaziergang.

War Heimweh je ein Thema für dich?
Madlen: Heimweh hatte ich bisher eigentlich nur ein oder zwei Mal, weil man im Internat nie wirklich einsam oder allein ist. Wenn ich Heimweh hatte, habe ich einfach meine Eltern angerufen und kurz mit ihnen getratscht, danach ging es mir immer gleich viel besser.

Was gefällt euch am Bischöflichen Internat Augustinum am besten?
Milan: Am besten gefällt mir eindeutig die Gemeinschaft, die im gesamten Haus herrscht. Es herrscht eine besondere Stimmung am gesamten Campus und es fühlt sich einfach nach Zuhause an. Wenn man am Sonntagabend ins Internat kommt und von seinen Freunden so herzlich begrüßt wird, vergisst man ganz schnell, dass man am nächsten Morgen wieder in die Schule muss und man kann einfach noch seinen Abend genießen. Momente wie diese sind Alltag im Internatsleben. Es gibt auch Momente, die ganz einmalig sind, wie zum Beispiel unsere Internatswochenenden, an die ich mich immer erinnern und von denen ich bestimmt in 50 Jahren noch gerne erzählen werde. Bei diesen Wochenenden haben wir uns als Gemeinschaft erst richtig gefunden und zusammengeschlossen.

Madlen: Mir gefällt hier sehr vieles sehr gut, am meisten, dass ich neue Freunde gefunden habe. Meine persönlichen Highlights sind das Kennenlernwochenende, das für die neuen Internatsschülerinnen und -schüler stattfindet, und die Einweihung der „Chillbase“. Das ist ein Gemeinschaftsraum, der erst vor kurzem renoviert wurde und jetzt noch viel gemütlicher ist. Es wurden bienenwabenförmige Sitzgelegenheiten
aus Holz mit bequemer Polsterung hineingebaut, auf die man klettern kann. Dort findet man auch das eine oder andere Buch.

Sandra, du leitest das Internat. Was bietet ihr den Jugendlichen, die unter der Woche bei euch wohnen, neben einem Zimmer und Verpflegung sonst noch an?
Sandra Schwarzenbacher: Für uns steht im Mittelpunkt, unseren Jugendlichen ein sicheres und verlässliches Umfeld zu bieten. Ein Umfeld, in dem sie in allen Lebenslagen Unterstützung erfahren und sich schrittweise zu verantwortungsvollen, reflektierten jungen Erwachsenen entwickeln können. Gerade zu Beginn, insbesondere im ersten Internatsjahr, geben klare Strukturen Orientierung und Sicherheit. Diese werden altersentsprechend und entsprechend der individuellen Reife der Jugendlichen schrittweise zurückgenommen, sodass mit zunehmendem Alter Eigenverantwortung und persönliche Freiheit wachsen. Getragen wird dieser Entwicklungsprozess von Respekt, Vertrauen und Verlässlichkeit.

Diese Haltung prägt sowohl die individuelle als auch die akademische Begleitung unserer Jugendlichen. In regelmäßigem Austausch mit Schulen und Klassenvorständen behalten wir den Überblick über die schulische Entwicklung, unterstützen Lernprozesse und bieten mit dem „Study-Hub“ laufend Lernworkshops an. Durch die Einbettung in einen großen Campus eröffnen sich zudem vielfältige Freizeitmöglichkeiten: Boulder- und Fitnessraum hat Madlen schon erwähnt. Auch die Sporthalle sowie Musik- und Zeichensäle stehen den jungen Leuten zur Verfügung. Ergänzt wird dieses Angebot durch Kampfsporttraining, Hip-Hop-Tanz, Meditations- und Entspannungseinheiten und viele andere Möglichkeiten, die Freizeit nach der Schule sinnvoll zu verbringen. Jugendliche über 16 können auch durch die Mitarbeit in unserem Gastrobetrieb „Prandia“ bei Festen und Veranstaltungen eigenes Taschengeld verdienen. Das Internat am Campus Augustinum bietet somit als pädagogische Einrichtung wirklich deutlich mehr als nur ein Zimmer mit Verpflegung – man muss die vielen Möglichkeiten einfach nutzen!

Milan, warum würdest du das Bischöfliche Internat Augustinum anderen empfehlen?
Milan: Das Internat ist nicht nur ein Ort zum Schlafen und Essen. Es bietet viel mehr: zum Beispiel Gemeinschaft und Freunde fürs Leben. Das ist auch einer der vielen Gründe, warum ich allen das Bischöfliche Internat Augustinum empfehlen würde. Man ist nicht auf sich allein gestellt, nicht beim Lernen oder bei Hausübungen, bei denen man sich vielleicht nicht so gut auskennt.
Schlecht gelaunt zu sein ist praktisch unmöglich, wenn man schon beim Frühstück mit einem herzlichen „Guten Morgen!“ begrüßt wird. Auch der Weg zu den unterschiedlichen Schulen ist kurz und leicht zu finden, da man zu Beginn von älteren Schülerinnen und Schülern hinbegleitet wird. Ich kann das Internat im Augustinum von ganzem Herzen empfehlen. Hier zu wohnen ist eine der besten Entscheidungen, die ich je getroffen
habe.

Interview: Katharina Grager

Neugierig geworden?
Dann melde dich, komm vorbei und erlebe das Bischöfliche Internat Augustinum bei einer persönlichen Führung!

Augustinum, Lange Gasse 2, 8010 Graz
Kontakt: internat@augustinum.at
Weitere Infos: internat.augustinum.at
Bewerbungsfrist: bis Mitte März 2026

Mehr zum Internatsleben erfahrt ihr auch in dieser Internatsdoku:

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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