Abschied
P. Jordan Ochsenfarth

Heiterer guter Hirte
Den gebürtigen Dortmunder merkte man P. Jordan Ochsenfarth auch nach vielen Jahren in Österreich an seiner Sprache und seiner Verbundenheit mit dem Fußballverein Borussia an. Nach Monaten des Leidens starb der beliebte Seelsorger am 23. April im 87. Lebensjahr.
In seiner Heimat wurde er zum Walzwerker ausgebildet. Das sympathische Lebensbeispiel von Franziskanern motivierte ihn zum geistlichen Beruf. Er trat in die Wiener Franziskanerprovinz ein und wurde nach Studium in München dort 1965 zum Priester geweiht. Seinen Seelsorgsdienst übte er dann an franziskanischen Marienkirchen aus, darunter 1966 bis 1969 in Graz-Mariatrost und 1969 bis 1996 als Kaplan in Maria Lankowitz, das ihm zur neuen Heimat wurde. Der humorvolle Franziskaner wurde zum guten Hirten, Freund und Begleiter vieler Menschen, Familien und Vereine. Er organisierte mehrtägige Wallfahrten, etwa nach Rom und Assisi, mit geistlichen und kulinarischen Highlights.
Ab 2003 gehörte er zum Seelsorgeteam der Grazer Franziskanerpfarre Maria Himmelfahrt. Der geschätzte Prediger nutzte schon sehr früh die elektronischen Medien und dafür die Hilfe der Junioren unter den Franziskanern. Für Außenseiter und Querköpfe brachte er viel Verständnis auf. „Immer heiter, Gott hilft weiter“ lautete sein erfrischendes Lebensmotto.
Nach gut überstandener Herzoperation fiel ihm in letzter Zeit das Gehen immer schwerer. Als seine gesundheitlichen Probleme größer wurden, stand ihm Frau Roswitha Inthal fürsorglich zur Seite. Die Freude an Gott war stets seine Kraft gewesen.

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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