Offen für die Welt

Erzbischof Pierbattista Pizzaballa (55) wurde am 4. Dezember feierlich in der Grabeskirche in Jerusalem in sein neues Amt als Lateinischer Patriarch eingeführt. Das Lateinische Patriarchat betreut Christen, die in Israel, Jordanien, Zypern und den Palästinensischen Gebieten leben.
  • Erzbischof Pierbattista Pizzaballa (55) wurde am 4. Dezember feierlich in der Grabeskirche in Jerusalem in sein neues Amt als Lateinischer Patriarch eingeführt. Das Lateinische Patriarchat betreut Christen, die in Israel, Jordanien, Zypern und den Palästinensischen Gebieten leben.
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Jerusalem. Erzbischof Pizzaballa wurde als Lateinischer Patriarch von Jerusalem ins Amt eingeführt.

Mit dem feierlichen Einzug in die coronabedingt fast leere Grabeskirche ist Erzbischof Pierbattista Pizzaballa am 4. Dezember in sein neues Amt als Lateinischer Patriarch von Jerusalem eingeführt worden. Als oberster Hüter der katholischen heiligen Stätten im Heiligen Land begrüßte Franziskanerkustos Francesco Patton seinen Ordensbruder. Er hoffe, dass dieser als Hirte der Mutterkirche von Jerusalem allen helfen werde, den Glauben zu bewahren und offen zu sein für die gesamte
Welt.

Wichtige Rolle als neuer Patriarch
Der Papstbotschafter im Heiligen Land, Erzbischof Leopoldo Girelli, verlas die Ernennungsbulle, in der Papst Franziskus Pizzaballa als fähig und erfahren bezeichnete, „diese wichtige Rolle als Patriarch“ übernehmen zu können. Anschließend erhielt der Lateinische Patriarch den Bischofsstab durch Generalvikar Weihbischof Giacinto-Boulos Marcuzzo und nahm als Zeichen der Ergreifung seiner Diözese auf der Kathedra Platz.
Seit 2016 amtierte der Italiener Pizzaballa als Übergangsverwalter des Patriarchats. Seinen bisherigen Dienst beschrieb er in seiner Ansprache zur Amtseinführung als „intensive und schwierige Jahre, aber auch reich an wundervollen Erfahrungen“. Das neue Amt erfülle ihn mit „Gefühlen der Angst angesichts einer Mission, die meine Kompetenzen übersteigt“. An der Feier nahmen auch Vertreter der verschiedenen Kirchen Jerusalems sowie Diplomaten teil.
320.000 Katholiken in 71 Pfarren
Das Lateinische Patriarchat von Jerusalem betreut rund 320.000 römisch-katholische Christen, die in Israel, Jordanien, Zypern und den Palästinensischen Gebieten leben. Die Ursprünge des Patriarchats liegen in der Zeit der Kreuzfahrer, die sich als „Lateiner“ bezeichneten. Es erlosch aber mit dem Fall von Akkon 1291. Im Jahr 1847 belebte Papst Pius IX. das Patriarchat neu.
Der Kirchenbezirk zählt laut Angaben des Vatikans 71 Pfarren. Hinzu kommen „pastorale Missionen“ für anderssprachige Gläubige. Dazu zählen auch mehrere hebräischsprachige Gemeinden. Im Heiligen Land gibt es außerdem zahlreiche katholische Ordensniederlassungen mit mehr als 1000 weiblichen und rund 500 männlichen Ordensleuten. Die geistlichen Gemeinschaften unterhalten viele Werke in den Bereichen Bildung und Gesundheitsvorsorge. Die rund 40 Bildungseinrichtungen des Lateinischen Patriarchates umfassen Kindergärten und Schulen.

Brandanschlag auf Kirche der Nationen
Während der Amtseinführung des neuen Patriarchen in der Grabeskirche gab es einen Brandanschlag auf die Kirche der Nationen im Garten Gethsemane. Die Jerusalemer Polizei hat inzwischen einen 49-jährigen Mann festgenommen. Er soll brennbare Flüssigkeit in der Kirche entzündet haben, was einen Sachschaden an mehreren Kirchenbänken verursachte. Die Polizei schließt ideologische oder nationalistische Motive aus. Erste Untersuchungen legten einen kriminellen Hintergrund nahe. Nach einem Bericht der Zeitung „Times of Israel“ war der Verdächtige bereits wiederholt wegen Brandanschlägen festgenommen worden, die nicht auf religiöse oder christliche Orte gezielt hätten.

KATHPRESS

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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