Kirche Österreich
Mystik ist Widerstand
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Befreiter Glaube. Neue Blickwinkel beim Jubiläum der kfb Wien.
Die Katholische Frauenbewegung (kfb) der Erzdiözese Wien feierte kürzlich ihr 80-jähriges Bestehen bei einem Festgottesdienst mit Josef Grünwidl, derzeit Apostolischer Administrator der Erzdiözese, im Wiener Stephansdom. Seit ihrer Gründung 1945 mit dem Ziel, für Frauen Möglichkeiten zu schaffen, den Glauben zu leben, Verantwortung zu übernehmen und Solidarität zu zeigen, war die Bewegung im kirchlichen und gesellschaftlichen Leben aktiv. Unter anderem durch spirituelle Angebote, Bildungsarbeit und Engagement für Gerechtigkeit steht die kfb Wien seit acht Jahrzehnten für Frieden und die Bewahrung der Schöpfung ein.
Die Einbindung von Mystik sei eine „Kraftquelle, unsere Talente für eine gerechtere Welt einzubringen“, so die ehrenamtliche Vorsitzende der kfb Wien, Erna Novosel. Denn Frauen sollten „als Befreite leben“, erklärte Angelika Ritter-Grepl, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs, das Engagement der kfb. Das Jubiläum mache deutlich, wie unverzichtbar die Katholische Frauenbewegung sei: Sie schenke Frauen spirituelle Heimat, fördere ihre Selbstbestimmung, vernetze sie untereinander und setze sich damit für eine gerechte Welt ein – in Österreich und weit darüber hinaus. Denn: Noch immer seien Frauen in Gesellschaft wie in der Kirche benachteiligt.
„Mystik ist für uns Widerstand gegen patriarchale Denkweisen und gegen Spaltung. Wir Frauen der Katholischen Frauenbewegung sind beides, Martha und Maria. Wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen“, verwies Novosel auf die biblischen Frauen, die für aktives Handeln sowie Spiritualität und das Hören auf Gottes Wort stehen.
Quelle: Kathpress
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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