Kirche Steiermark
Jugend mit Gott

Schule, Freundeskreis, Situation in der Familie, Werte und Religion: Die Jugendstudie „Lebenswelten“ zeichnet ein umfassendes Bild vom Alltag und seinen Herausforderungen der 14- bis 18-Jährigen in Österreich.  | Foto: JackF/iStock
  • Schule, Freundeskreis, Situation in der Familie, Werte und Religion: Die Jugendstudie „Lebenswelten“ zeichnet ein umfassendes Bild vom Alltag und seinen Herausforderungen der 14- bis 18-Jährigen in Österreich.
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Studie „Lebenswelten“. Die Bedeutung von Religion für Jugendliche zeigt eine kürzlich veröffentlichte Studie.

Weil sie die Welt als krisenhaft und unsicher wahrnehmen, streben Jugendliche vermehrt nach Sicherheit und Halt: Das ist eines der Ergebnisse der von 14 Pädagogischen Hochschulen durchgeführten und am 7. April veröffentlichten Studie „Lebenswelten“. Neben diesem wenig überraschenden Ergebnis lassen die Antworten betreffend religiösem Empfinden aber aufhorchen.

Demnach bezeichneten sich rund 40 Prozent der befragten 15.000 Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren als „sehr“ oder „eher religiös“. Fast die Hälfte von ihnen gab an, „sehr“ bzw. „eher gläubig“ zu sein. Laut Studie erfolgt damit die Selbstzuschreibung Jugendlicher als „religiös“ oder „gläubig“ deutlich häufiger als die Zustimmung zur Aussage, individuell oder gemeinschaftlich religiöse Praktiken und Rituale auszuüben (siehe Kasten unten). Gegenüber der letzten Befragung im Jahr 2020 bedeutet das ein Plus bei den Zustimmungswerten in den neun gestellten Fragen, die das individuelle religiöse Erleben betreffen. Bei allem Zuwachs überwiegt im Bereich der religiösen Rituale und der Bedeutung der Religion für den Alltag allerdings die Ablehnung.

Muslimische Jugendliche religiöser. Deutlich höhere Werte bei den Aussagen zur individuellen Religiosität wie zur religiösen Praxis und Alltagsbedeutung des Glaubens zeigten sich bei der religionsspezifischen Auswertung unter muslimischen Jugendlichen. Hier waren die Zustimmungswerte zu Aussagen wie „Ich bin ein sehr religiöser Mensch“ und „Ich bin ein sehr gläubiger Mensch“ deutlich höher und lagen bei 64 bzw. 76 Prozent. Auch die Zustimmung zur häufigen Ausübung religiöser Rituale und zur alltäglichen Relevanz des Glaubens ist in dieser Gruppe mit 61 bis 69 Prozent hoch.

Die Studie schließe eine wichtige Lücke in der Jugendforschung, so Studienleiter Nikolaus Janovsky von der Kirchlich Pädagogischen Hochschule Edith Stein. Die Ergebnisse jedoch als „Renaissance des Religiösen“ in der jungen Generation zu betrachten, sei voreilig und „ohne weitere Untersuchungen nicht seriös zulässig“, so der Rektor der Hochschule. Auf Basis dieser Werte könne man die These, dass Jugendliche „glauben, ohne dazugehören zu wollen“ (engl. „believing without belonging“) inzwischen widerlegen.

Quellen: Kathpress, ORF

Einige Studienergebnisse
45 % der befragten Jugendlichen gaben an, „oft zu spüren“, dass „Gott oder ein höheres Wesen mir in meinem Leben nahe ist“; 32 % der Befragten verneinten diese Aussage. Für 34 % der Befragten ist Religion im Alltag für Entscheidungen „wichtig oder eher wichtig“. Hingegen gaben 40   % an, „nie oder selten“ an religiösen Feiern und Ritualen teilzunehmen. Unter den muslimischen Jugendlichen sagten 64 %, „ein sehr religiöser Mensch“ zu sein. 84 % bejahten „Gottesglauben“. www.jugendstudie.at

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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