Weltkirche
Im Geist der Versöhnung

Erzbischof Stefan Heße bot nach dem Kölner Missbrauchsgutachten seinen Rücktritt an. Papst Franziskus nahm diesen nicht an.
  • Erzbischof Stefan Heße bot nach dem Kölner Missbrauchsgutachten seinen Rücktritt an. Papst Franziskus nahm diesen nicht an.
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Papst nahm Rücktritt des Hamburger Erzbischofs Stefan Heße, trotz Pflichtverletzung, nicht an.

Trotz Pflichtverletzungen im Umgang mit Fällen von sexualisierter Gewalt nimmt Papst
Franziskus das Rücktrittsgesuch des Hamburger Erzbischofs Stefan Heße (55) nicht an. Heße, ehemaliger Personalchef und Generalvikar der Erzdiözese Köln, hatte nach der Vorstellung des Kölner Missbrauchsgutachtens seine Amtsgeschäfte ruhen lassen und dem Papst seinen Rücktritt angeboten; doch der Papst entschied, dass Heße den Dienst „im Geist der Versöhnung“ fortführen solle. Damit bleibt Heße, der seit 2015 Erzbischof von Hamburg ist, trotz Kritik weiter im Amt.

Zwar habe es Verfahrensfehler im Umgang mit Missbrauchsfällen gegeben, heißt es in der Erklärung. Doch seien diese nicht mit der Absicht begangen worden, Missbrauchsfälle zu vertuschen. Der Papst habe sich dabei an die 2019 verschärften vatikanischen Regeln gegen Vertuschung von Missbrauch gehalten, so der Vorsitzende der Deutschen Bischöfe Georg Bätzing.

Konkret soll Heße versäumt haben, kirchliche Verfahren zur Aufklärung von Missbrauchsvorwürfen einzuleiten und mehrere Fälle nicht an Staatsanwaltschaft oder Vatikan gemeldet haben. Heße hatte in seinem Rücktrittsangebot betont, stets nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt und sich nie an Vertuschung beteiligt zu haben. Dennoch habe er Fehler gemacht.

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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