Ökumene
Hoffnungsvoll ökumenisch

Das steirische Benediktinerstift Admont war bis 1. Juni Gastgeber eines ökumenischen Jugend-Workshops der Stiftung PRO ORIENTE. Im Bild bei der Führung durch die Stiftsbibliothek. | Foto: Pro Oriente/Raheb
  • Das steirische Benediktinerstift Admont war bis 1. Juni Gastgeber eines ökumenischen Jugend-Workshops der Stiftung PRO ORIENTE. Im Bild bei der Führung durch die Stiftsbibliothek.
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Ökumenischer Europa-Jugendworkshop. Ende Mai trafen sich 18 Teilnehmende aus 11 Nationen und 15 Kirchen in Admont.

Bei strahlendem Wetter in der beeindruckenden steirischen Bergkulisse Admonts tauschten sich 15 junge Erwachsene aus ganz Europa, die verschiedenen orthodoxen und orientalisch-orthodoxen Kirchen, aber auch westlichen Kirchen angehören, mehrere Tage über ihre Gemeinsamkeiten im Glauben aus.
Das Wochenende mit seinen unterschiedlichen Seminaren, wie „Geistliche Ökumene“ oder „Junge Leiterschaft in Kirche und Gesellschaft“, leiteten PRO ORIENTE-Programmdirektorin Viola Raheb und der libanesisch-maronitische Theologie-Professor Fr. Rouphael Zgheib. Das respektvolle Miteinander stand im Vordergrund. Das Ziel des Treffens sei es, „christliche junge Erwachsene aus den unterschiedlichen Kirchen miteinander in Kontakt zu bringen und ihren Austausch sowie die Vernetzung zwischen ihnen zu fördern“, so Viola Raheb. Dadurch sollen die jungen Christinnen und Christen darin befähigt werden, selbst als aktive Akteurinnen und Akteure im ökumenischen und interkulturellen Dialog mitzuwirken, ohne dabei ihre eigene Kultur und Konfession aufzugeben.

Gemeinsam beten. Neben der inhaltlichen Vermittlung feierten die jungen Erwachsenen gemeinsam Liturgien in den Riten der verschiedenen Kirchen. Ein besonderer Höhepunkt war hier der ökumenische Gebetsabend, bei dem die TeilnehmerInnen aus allen Nationen Gebete ihrer jeweiligen Liturgien sangen und beteten. Auch eine Führung durch die berühmte Stiftsbibliothek von Admont und ein Zusammentreffen mit dem Abt des Benediktinerstifts, Gerhard Hafner, standen auf dem Programm.
Der intensive Austausch und Gespräche untereinander beschränkten sich nicht nur auf die einzelnen Seminare. Trotz der kurzen Zeit miteinander war es den TeilnehmerInnen möglich, Kontakte zu knüpfen, den eigenen Horizont zu erweitern und mehr über die anderen Glaubenstraditionen zu lernen.

Gemeinsam essen. Gelebte Traditionen fanden ihren Platz nicht nur in den Liturgien, sondern auch auf den Tellern – etwa am Kulturabend, an dem die Teilnehmenden Süßigkeiten aus der eigenen Kultur mitbrachten. Vernascht wurden neben Baklava und Marzipan auch Mannerschnitten. Denn wie die Liebe, so kann auch Ökumene durch den Magen gehen. Die Vielfalt spiegelte sich auch in den unterschiedlichen Sprachen wider, deren Gesprächsfetzen durch die Gänge des Stifts flogen. Verstanden haben sich alle trotzdem, denn der gemeinsame Glaube an Christus verband die Herzen. An diesem Wochenende wurde der Wahlspruch von Papst Leo XIV. „In dem einen Christus sind wir eins“ gelebte Realität.

Elena Kranzler

◉ Näheres unter www.pro-oriente.at

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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