Ursulinen Graz
Gut Gemeinschaft feiern

Der neugestaltete Altarraum in der Kirche bei den Ursulinen in der Grazer Leonhardstraße kommt den Erfordernissen zeitgemäßen Feierns, auch mit Kindern und Jugendlichen, entgegen. Coronabedingt konnten am Ursula-Tag (21. Oktober) bei der Altarweihe mit Bischof Wilhelm Krautwaschl und Pfarrer Johann Schrei nur einige Schülerinnen und Schüler stellvertretend mitfeiern.
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  • Der neugestaltete Altarraum in der Kirche bei den Ursulinen in der Grazer Leonhardstraße kommt den Erfordernissen zeitgemäßen Feierns, auch mit Kindern und Jugendlichen, entgegen. Coronabedingt konnten am Ursula-Tag (21. Oktober) bei der Altarweihe mit Bischof Wilhelm Krautwaschl und Pfarrer Johann Schrei nur einige Schülerinnen und Schüler stellvertretend mitfeiern.
  • Foto: Neuhold
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Ursulinen Graz. Die Kloster- und Schulkirche freut sich über neue Feierorte.

Seit 1686 sind die Ursulinen im Geist der Ordensgründerin Angela Merici zur Bildung und Begleitung von jungen Menschen in Graz tätig. Nachdem das erste Kloster mit der Dreifaltigkeitskirche in der Sackstraße den schulischen Ansprüchen nicht mehr genügt hatte, wurde es an die bis heute dort tätigen Grazer Schulschwestern abgegeben. Neu errichtet wurde dafür im Jahr 1900 der imposante Bau in der Leonhardstraße. Mit Adaptierungen und Zubauten wird hier bis heute Kindern und Jugendlichen Wissen und Herzensbildung als Fundament eines gelingenden Lebens vermittelt.

An der Südseite des Baus liegt im 1. Obergeschoß – wie ein Herzstück von Schule und Klosterkonvent – die Kirche zur Heiligsten Dreifaltigkeit. Sie erhielt 1900 eine zeittypische Neorenaissance-Ausstattung mit barocken Versatzstücken des alten Klosters. 1963, das II. Vatikanische Konzil war in vollem Gange, wurde die Kirche nach einem Entwurf von Franz Maitz „modern“ umgestaltet. Die Einrichtung wurde entfernt und anstelle des Hochaltars eine abstrakte Darstellung der Dreifaltigkeit angebracht.

Ein Novum war die Öffnung der Altarwand zum angrenzenden Betchor der Schwestern. Verbindendes Element in der Öffnung war der Tabernakel. Im Kirchenraum wurde eine dreistufige Altarbühne errichtet, auf der ein sehr breiter, massiver Steinaltar positioniert wurde. Hinzu kamen ein abgehängtes Triumphkreuz und ein Ambo mit Emailarbeiten von Br. Bernward Schmid (Seckau) sowie Mattglasvorhänge von Alfred Hengsberger vor den Fenstern. In der Marienkapelle wurden abstrakte Farbfenster von Maria Decleva als Gegenüber zum barocken Säulenaltar eingefügt.

Nach mehr als 50 Jahren war 2020 der Zeitpunkt zur Anpassung an neue Feiergewohnheiten gekommen. Trotz oder gerade wegen der Covid-Pandemie – die Kirche durfte für die Schule nicht genutzt werden – war die Umsetzung des Projektes von März bis Oktober möglich. Coronagerecht fanden von der planenden Architektin Barbara Gastgeber-Possert alle Vorbereitungen mit Oberin Sr. Andrea Eberhart sowie Christian Leibnitz und Heimo Kaindl als Gutachter der Liturgiekommission statt. Nach erfolgten Arbeiten konnten Bischof Wilhelm Krautwaschl am Gedenktag der hl. Ursula (21. Oktober) die Altarweihe der Kirche und Generalvikar Erich Linhardt am 30. Oktober die Altarweihe im Schwesternchor feiern. Die Kirche zeigt sich mit querovalem Hauptaltar und Ambo aus Stein auf einer großen, einstufigen Altarzone. Das Triumphkreuz ist zum Standkreuz geworden, vor dem die bankartige Sessio steht. Hellviolette Lamellen bilden die transparente Trennverbindung zwischen Kirche und Schwesternchor. Verbindend steht der doppelseitige Tabernakel auf einer Stele mit Baldachin und Ewiglichtampel zwischen beidem.

Der Betchor der Schwestern erhielt einen Blockaltar und einen Ambo aus Stein, einen Steinfußboden, neue Chorstühle für die Schwestern und wurde optisch vom Vorraum getrennt. Hell, freundlich, ästhetisch ansprechend, feierlich und doch funktional – so lassen sich erneuerte Kirche und Betchor der Ursulinen charakterisieren, die helfen, klösterliches Leben und christliche Feier zeitgemäß im 21. Jahrhundert zu ermöglichen.

Heimo Kaindl

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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