Diözesaner Umweltpreis
Grüner Pfarralltag

Große Freude über Hauptpreise für ihr schöpfungsfreundliches Engagement bei den Teams aus dem Seelsorgeraum Vorau und den Pfarren Gratkorn und Graz-St. Peter.
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  • Große Freude über Hauptpreise für ihr schöpfungsfreundliches Engagement bei den Teams aus dem Seelsorgeraum Vorau und den Pfarren Gratkorn und Graz-St. Peter.
  • Foto: Gerd Neuhold - Sonntagsblatt für Steiermark
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Beim Umweltpreis 2021 der Diözese Graz-Seckau wurden 14 Projekte, Pfarren und Seelsorgeräume ausgezeichnet, die sich vorbildlich für die Schöpfung einsetzen.

Klimawandel, Fridays for future, Laudato si (Umweltenzyklika von Papst Franziskus) – viele Worte und Initiativen verweisen auf ein Faktum: dass es um unsere Schöpfung nicht gut bestellt ist. Mancherorts ist das eindeutig sichtbar, in Österreich leben wir diesbezüglich fast durchwegs auf einer Insel der Seligen. Doch auch bei uns gibt es motivierte Initiativen – wie den Umweltpreis der Diözese Graz-Seckau. Für 2021 wurden 14 Projekte ausgezeichnet und vier Hauptpreise vergeben, denen das Bemühen gemeinsam ist, den Alltag in Pfarren besonders schöpfungsfreundlich zu gestalten.

Ein Hauptpreis ging an die Pfarre Gratkorn – für ein schöpfungsfreundliches Gesamtpaket. Dort gibt es einen Gemeinschaftsgarten, der von vielen gehegt und genutzt wird. Die Pfarrküche und ein Besprechungsraum wurden mit gebrauchten Möbeln erneuert. Der Nikolaus ist mit dem Fahrrad unterwegs. Bei Veranstaltungen setzt man auf „biofaire“ Verpflegung sowie recyclebare und ökologisch hergestellte Verpackungen. Es ließe sich noch mehr aufzählen.

Auch der Seelsorgeraum Vorau wurde mit einem Hauptpreis belohnt. Die Schöpfungsverantwortung wurde in den Pastoralplan aufgenommen mit dem Ziel, in den 13 Pfarren des Seelsorgeraumes die ökologische Verantwortung zu transformieren – vom Müssen hin zum Wollen.
Der dritte Hauptpreis ging an die Pfarre Graz-St. Peter für das Projekt „Mobiler Ostermarkt“, das der Corona-Pandemie zu verdanken ist. 800 Stück Germgebäck, Palmbüschel, Nudeln und Gebasteltes produzieren und verkaufen Ehrenamtliche jedes Jahr, um mit dem Erlös die Pfarrcaritas zu unterstützen. Weil das wegen der Lockdowns nicht möglich war, wurde aus dem Vor-Ort-Verkauf ein Zustellservice mit Fahrrad und Anhänger.
Den Energie-Sonderpreis gab es schließlich für die Leobener Pfarre St. Xaver. Die Pfarrbeleuchtung wurde komplett auf LED umgerüstet, eine Photovoltaik-Anlage samt Energiespeicher deckt fast den ganzen Strombedarf von Pfarre und Kirche ab; inklusive E-Auto des Pfarrers und zweier weiterer E-Fahrzeuge für den Seelsorgeraum. Mit Blumenwiese, essbarem Blumenschmuck, Gartenteich und Vogeltränke ist die Pfarre eine grüne Oase in der Stadt.

Bei der Preisverleihung in der Grazer Pfarre St. Veit gab es viel Lob für das schöpfungsfreundliche Engagement. „Die Fülle an Ideen und der große Fleiß machen freudig und dankbar“, so Hemma Opis-Pieber, die Umweltbeauftragte der Diözese Graz Seckau. Bischof Wilhelm Krautwaschl verwies auf den heiligen Franziskus, laut dem die Schöpfung Schönheit bringe, uns ernähre, ja uns von Gott gegeben wurde.
Schöpfungsfreundliche Pfarre. Der vom Arbeitskreis Nachhaltigkeit der Katholischen Aktion Steiermark ins Leben gerufene Preis wird seit 2008 für besonders schöpfungsfreundliche Projekte in der Katholischen Kirche Steiermark vergeben. Seit 2018 gibt es ein Handbuch „Pro Schöpfung“ für eine schöpfungsfreundliche Pfarre.
Die weiteren Ausgezeichneten: die Pfarren Eggersdorf, Dechantskirchen, Semriach, Groß St. Florian, Graz-Gösting, Graz-Karlau, Schladming/Haus, Graz St. Andrä sowie die Grazer Stadtkirche und der Pfarrverband Gleisdorf – Hartmannsdorf – Sinabelkirchen.

Thomas Stanzer

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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