Kirche Steiermark
Gerüstet für den Ernstfall
- Über 50 Gäste informierten sich am 23. September im Grazer Minoritenzentrum über praktische Maßnahmen und mentale Stärke für den Ernstfall.
- Foto: Adu
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Blackout oder Hochwasser? Krisenvorsorge im Minoritenzentrum.
Was tun, wenn der Strom ausfällt oder die Stadt überflutet wird? Wie wir uns auf Krisen wie Hochwasser oder Blackouts vorbereiten und im Ernstfall einen klaren Kopf bewahren können, stand im Mittelpunkt eines Vortrags- und Gesprächsabends der Katholischen Stadtkirche Graz und des Bildungsforums bei den Minoriten. Über 50 Gäste kamen am 23. September ins Minoritenzentrum in Graz.
Hilfreiche Informationen rund um die Parameter eines Ernstfalls vermittelten Heribert Uhl und Wolfgang Hübel vom Zivilschutzverband Steiermark. Sie informierten über konkrete Vorsorgemaßnahmen – von der Zivilschutz-App und den Grazer Leuchttürmen bis zum Lebensmittelvorrat für 14 Tage. Daniela Felber, Referentin für Schöpfungsverantwortung der Katholischen Stadtkirche Graz, schilderte, wie sie als Mutter kleiner Kinder bei einem Sirenenalarm selbst von Panik ergriffen wurde – und beschloss, künftig besser vorbereitet zu sein. „Da die erwartbare Erwärmung und ihre Folgen weiter zunehmen werden, müssen wir Wissenschaft, Einsatzpraxis und nicht zuletzt unser aller Erfahrung zusammenbringen, um stabil zu bleiben“, ergänzte Kathrin Karloff, Leiterin des Bildungsforums bei den Minoriten. Um die innere Stabilität im Moment eines Krisenszenarios nicht zu verlieren, vermittelte Psycho- und Traumatherapeutin Brigitte Hinteregger eine aus drei Schritten bestehende innere Vorbereitung:
- Wahrnehmen und Zuhören: Gefühle und Reaktionen ernst nehmen, ohne diese sofort verändern zu wollen und Verständnis zeigen.
- Orientierung geben: ruhig und klar informieren, Wichtiges sortieren und den nächsten überschaubaren Schritt anbieten.
- In Verbindung bleiben: nicht in Streit geraten und konkrete Vereinbarungen treffen.
Ausschlaggebend sei „die Zuversicht, auch in einer unsicheren Situation den nächsten Schritt zu finden“, so Hinteregger. Wie sich diese Erkenntnisse in die Praxis umsetzen lassen, konnten die Gäste anschließend in Gesprächen vertiefen.
Red.: M. Wilbrink
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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