Kirche Steiermark
Für eine Kirche von morgen
- Bei einer „Ideenbörse“ wurde beim diesmaligen Treffen des Diözesanrates viel Gelungenes aus Seelsorgeräumen gesammelt. „Das macht Mut und gibt Kraft für die Zukunft“, so Diözesanrats-Vorsitzende Gerlinde Paar. links: anhand des Textes KI-generiert, rechts: Stanzer
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Beim Diözesanrat wurden Ideen, die Lust auf Kirche machen, gesammelt.
Die Zahl der MessbesucherInnen sinkt, ebenso die Zahl der Taufen. Die Austritte nehmen ab, überwiegen aber die Zahl der neu zur Kirche Hinzukommenden. Wie damit umgehen?, war die Hauptfrage bei der Versammlung des Diözesanrates am 20. und 21. März in Seggau. Der Tenor: Die Kirche bleibt für viele wichtig, allerdings punktuell bei Feiern wie Taufen, Firmungen, Trauungen. Dabei bietet die Kirche wesentlich mehr, was bei einer gemeinsamen Ideenbörse gesammelt wurde.
- Ideenbörse
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Ideenbörse. Viele Menschen könne man bei der Langen Nacht der Kirchen erreichen, was einfacher sei, wenn sich ein Seelsorgeraum (kurz SR) auf einen Standort pro Jahr festlege, so die Erfahrung im SR Südsteirisches Weinland. Auf Unterhaltung setzt man im SR Oberes Mürztal mit der Aktion „Kino in der Kirche“ in der Pfarrkirche Hönigsberg. Speziell die Jugend spreche man im SR Sonnenland Süd-Ost mit „Escape the Church“ an, einem Ratespiel, bei dem es nicht darum geht, aus der Kirche auszubrechen, sondern den Tabernakel zu öffnen. Im SR Murau veranstaltet man unter dem Motto „Feel the spirit“ zusammen mit dem Kulturverein Meditationen mit Musik, die toll ankommen. Eine gute Sache sei auch ein SR-Blatt statt mehrerer Pfarrblätter. Am Anfang gab es Vorbehalte, aber nun bringen sich alle Pfarren ein und die Gesamtschau sei sehr beliebt, heißt es im SR Südoststeirisches Hügelland. Auch die Ordensspitäler sind innovativ: So biete man in Ambulanzen, die oft von älteren Menschen besucht werden, in der Wartezeit Technik-Nachhilfe an. Eine andere Form von Seelsorge, so Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl.
Imposante Zahlen. Auch die Vorstellung des diözesanen Ressorts für Wirtschaft und Ressourcen beeindruckte. Rund 2000 MitarbeiterInnen zählt die Katholische Kirche und ist damit einer der größten Arbeitgeber in der Steiermark. Mit 6700 Hektar Wald ist die Kirche der 17.-größte Waldbesitzer im Bundesland, dazu kommen 2100 Hektar unbebaute Fläche sowie 2200 durchwegs denkmalgeschützte Gebäude; davon rund 700 Kirchen. Imposante Zahlen, die aber mehr Verpflichtung als Reichtum seien. „Für die Erhaltung der Gebäude geben wir pro Jahr 15 Mio. Euro aus und wickeln damit 40 größere Bauprojekte ab“, so der diözesane Ökonom Martin Halmer. Die Erträge aus den Immobilien seien überschaubar, die Haupteinnahmen des diözesanen Budgets von 110 Mio. Euro kommen mit etwa 80 Mio. Euro weiter aus dem Kirchenbeitrag. Gute zwei Drittel des Budgets entfallen auf Personalkosten.
Photovoltaik-Ausbau. „Vor zwei Jahren hat die Diözese noch acht Gigawattstunden Strom eingekauft, jetzt sind es nur noch sieben“, erklärt Energiemanager Wolfgang Pucher. Die Initiative, unabhängig von Öl und Gas zu werden und nachhaltige Energieformen zu nutzen, sei ebenso erfolgreich. Die Diözese Graz-Seckau kaufe derzeit 3,5 Gigawattstunden Gas ein, die kleinere Erzdiözese Salzburg elf. „Wir sind schon gut aufgestellt“, zeigte sich Pucher zufrieden.
Zuletzt ging es um die Sakramente Taufe und Eucharistie mit zwei Herausforderungen: die Taufe durch Laien und die unterschätzte Bedeutung von Wort-Gottes-Feiern. „Angesichts vieler wichtiger Themen in unseren Sitzungen war es diesmal eine Wohltat und Freude, kreative und schon bewährte Ideen in den SeelsorgerWMMWNMäumen miteinander zu teilen. Das macht Mut und gibt Kraft für die Zukunft“, so Gerlinde Paar, geschäftsführende Vorsitzende des steirischen Diözesanrates.
Beraten
Der Diözesanrat (DR) ist ein Beratungsgremium des Diözesanbischofs, der bei den Treffen dabei ist. Der DR besteht aus knapp 100 SteirerInnen, denen die Kirche ein Anliegen ist, und trifft sich dreimal im Jahr.
Der Diözesanrat (DR) ist ein Beratungsgremium des Diözesanbischofs, der bei den Treffen dabei ist. Der DR besteht aus knapp 100 SteirerInnen, denen die Kirche ein Anliegen ist, und trifft sich dreimal im Jahr.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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