Kirche Steiermark
Fels, Stahl und Holz
- Beim Kirchweihfest am 11. Oktober wurde die Fertigstellung der Renovierung mit Pfarrer Pater Othmar Stary (Mitte) gefeiert.
- Foto: Pfarre
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St. Martha. Renovierte Kirche verbindet Geschichte und Region.
Die weithin sichtbare, spätgotische Kirche St. Martha erhebt sich auf einer Anhöhe nördlich der Pfarrkirche St. Marein bei Knittelfeld. Ihre Entstehung in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts geht auf die drei „Gottesplagen“ zurück, die damals das obere Murtal heimsuchten: Türkeneinfall, Heuschreckenplage und Pest, berichtet Pater Othmar Stary, Pfarrer von St. Marein bei Knittelfeld und Benediktiner aus Seckau.
Für göttliche Hilfe gelobten die ebenfalls betroffenen Chorherren, die damals im benachbarten Stift Seckau lebten, den Bau einer Kirche. Als Standort wählten sie einen Platz neben der klösterlichen Taverne. Die Nähe zur Gaststätte habe das Patrozinium bestimmt, erzählt P. Othmar: „Die Kirche wurde nach der heiligen Martha benannt, die mit ihren Geschwistern Jesus Gastfreundschaft gewährte.“ 1515 geweiht, prägen Wandmalereien von 1608 sowie barocke und neugotische Altäre das Innere der Kirche St. Martha.
Nach der Feststellung weitreichender Schäden wurde die Kirche in einer fast fünfjährigen Arbeitsphase umfassend restauriert. Die neue liturgische Einrichtung betont den regionalen Bezug durch heimische Materialien: Ein roher Felsblock aus Preg dient als Altar (siehe Foto), der Ambo besteht aus Stahl und die Kirchenbänke wurden aus Lärchenholz gefertigt, das elf lokale Waldbesitzer spendeten, erklärt Pater Othmar Stary.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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