Kirche Steiermark
Einsamkeit verstehen
- „Engel des Lichts – Frauen und Männer, die Segen bringen in das Dunkel und die Nächte unserer Tage.“ Weihbischof Johannes Freitag dankte im Minoritensaal allen haupt- und ehrenamtlichen SeelsorgerInnen in Pflegeheimen und Krankenhäusern.
- Foto: Neuhold
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Treffen aller Krankenhaus- und Pflegeheim-SeelsorgerInnen
Im Grazer Minoritensaal fand am 18. November zum ersten Mal das Plenar-treffen der hauptamtlichen Krankenhaus- und Pflegeheim-SeelsorgerInnen, gemeinsam mit und für ehrenamtliche SeelsorgerInnen in Pflegeheim und Krankenhaus, statt.
Unter dem Thema „Einsamkeit verstehen und begegnen“ widmete sich die Tagung einem vielschichtigen und oft stillen Phänomen. Einsamkeit gehöre zu den schmerzhaftesten menschlichen Erfahrungen und könne Menschen in jedem Alter und in unterschiedlichsten Lebenssituationen betreffen, betonte die Klinische Psychologin Mareike Ernst. Sie sei häufig unsichtbar und verberge sich oft hinter anderen Anliegen – eine Herausforderung, der Seelsorgende in Pflegeheimen und Krankenhäusern besonders sensibel begegnen müssen.
Superintendent Wolfgang Rehner verglich den Einsatz der Kirchen mit einer „zärtlichen Hand, die über die Wangen eines anderen Menschen streichelt“ – ein Bild, das die behutsame und zugleich kraftvolle Wirkung seelsorglicher Nähe einfing.
Anton Tauschmann, Leiter des diözesanen Bereichs „Seelsorge“, hob die Rolle der SeelsorgerInnen hervor: „Ihr seid ganz wichtige ProtagonistInnen, wenn es darum geht, sich für ein Miteinander statt für ein bloßes Nebeneinander einzusetzen.“ Die zentrale Erfahrung sei die Erkenntnis, dass es letztlich nur „gemeinsam gegen einsam“ gehe. Das Podiumsgespräch mit Weihbischof Johannes Freitag und weiteren Gästen machte deutlich, wie wesentlich ein achtsamer und offener Umgang mit Einsamkeit für die Seelsorge in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern ist.
Otto Feldbaumer
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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