Brasilien
Eine Kirche, die Mauern abreißt und Brücken baut

Erwin Kräutler würdigt neue Schule für kirchliche Berufungen in Brasilien.
  • Erwin Kräutler würdigt neue Schule für kirchliche Berufungen in Brasilien.
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Kräutler würdigt neue Schule für kirchliche Berufungen.

Eine neue Schule für kirchliche Berufungen ist im Juli in der Diözese Caixas im Bundesstaat Maranhao im Nordosten Brasiliens eröffnet worden. Sie will Ständige Diakone sowie Gemeindeleiter und Katecheten – Männer und Frauen – gemeinsam ausbilden und besonders Indigene berücksichtigen. Der aus Österreich stammende Bischof Erwin Kräutler (82), Sekretär der bischöflichen Sonderkommission für Amazonien der Brasilianischen Bischofskonferenz (CNBB), die an der Errichtung der neuen diözesanen Schule in Caixas maßgeblich mitgewirkt hat, bezeichnete die Initiative im Gespräch mit Radio Vatikan als „bemerkenswert“.

Die neue Schule „Sao Justino de Roma“ für kirchliche Berufungen sei, im Unterschied zu anderen kirchlichen Ausbildungsstätten wie etwa Priesterseminaren, viel breiter zugeschnitten, erklärt der emeritierte Bischof von Xingu. „Hier werden zukünftige Diakone zusammen mit ihren Frauen und Leuten aus den Gemeinden ausgebildet. Damit wird die Zusammenarbeit mit anderen Berufungen begünstigt. Die Geweihten gehören zur Gemeinde und stehen kraft ihrer Weihe nicht über der Gemeinde, sondern sind Diener des Volkes Gottes“, sagte Kräutler.

Bei der Amazonien-Synode in Rom im Herbst 2019 war das Thema der sakramentalen, seelsorglichen und katechetischen Grundversorgung der Gläubigen zentraler Bestandteil der Beratungen gewesen. Beim Punkt der Ausbildung von Priestern, Seelsorgern, Katecheten und Gemeindeleitern war auch von der hohen Hürde des klassischen Priesterseminars, etwa für Indigene, die Rede gewesen. Diese Lücke soll die neue Schule schließen.

Das große Ziel einer Schule wie der in Caixas sei es, freudig an dem vom Papst geförderten Reformprozess der Kirche teilzunehmen, heißt es laut „Vatican News“ in einer Mitteilung der bischöflichen Sonderkommission für Amazonien. Es gehe darum, „eine Kirche auf den Weg zu bringen, die Mauern niederreißt und Brücken baut, um allen zu begegnen, vorzugsweise aber den Armen in den geografischen und existenziellen Randgebieten“.

KATHPRESS

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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