Den Winter überstehen

In Konotop werden mit Hilfe von Welthaus Familien und ältere Menschen mit dem Nötigsten versorgt: Lebensmittel und Hygieneartikel, vereinzelt auch Heizmaterial.
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Welthaus und Verein Viden unterstützen Menschen in der Ukraine.

Die Corona-Pandemie trifft die Ukraine in einer schwierigen Lage: Der Konflikt um die abtrünnigen autonomen Republiken Donezk und Luhansk schwelt seit Jahren. Die Lage hat sich mit der vierten Corona-Welle dramatisch verschlechtert. Die Krankenhäuser sind restlos überfüllt, es werden keine Patienten mehr aufgenommen.

Die Auswirkungen der Corona-Krise spürt man täglich: Die Lebensmittelpreise steigen stetig, die Kosten für Heizungen sind kaum zu bewältigen. Und der Winter ist da. Unter der Situation leiden besonders Familien mit Kindern sowie alte und kranke Menschen, deren Pension zwischen 60 und 100 Euro liegt. Oft reicht es nicht einmal für die Wohnungskosten. Es fehlt an allem: Nahrungsmittel, warme Kleidung und Heizmaterial.
Das Gesundheitssystem ist auch ohne Pandemie am Limit. Der Mindestlohn von rund 190 Euro reicht bei weitem nicht aus, die nötigen Ausgaben des täglichen Bedarfs zu decken. Wird ein Familienmitglied krank, ist eine Behandlung für viele Familien nicht finanzierbar: Es gibt zwar ein staatliches Gesundheitssystem, es ist aber in sehr schlechtem Zustand. So muss man auch im Krankenhaus in der Regel für Verpflegung, Bettwäsche und Hygiene selbst sorgen und auch die Medikamente selbst bezahlen.

Die Lage in der ukrainischen Kleinstadt Konotop mit knapp 90.000 Einwohnern im Nordosten des Landes ist trist. Welthaus ist hier seit Jahren in Kooperation mit dem Verein Viden tätig. Die meisten Aktivitäten sind um das Jugendzentrum konzentriert. Hier werden Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen angesprochen. Mit zahlreichen Aus- und Weiterbildungsangeboten werden ihre Bildungschancen und Berufsperspektiven gewahrt.
Zusätzlich betreibt der Verein Viden einen Kindergarten, und durch die jahrelange Sozialarbeit ist das Vereins-Büro zu einer der wichtigsten Anlaufstellen in der Stadt für Menschen in Notsituationen geworden.

Spendenkonto: AT79 2081 5000 0191 3300
Online-Spenden: https://graz.welthaus.at/weltweit-aktiv/projektlaender/ukraine/corona/

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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