Weltkirche
Chancenreich
- Inklusion am Arbeitsmarkt müsse zur Selbstverständlichkeit werden, fordert das Bündnis Chancenreich am 4. Mai bei einer Pressekonferenz in Wien.
- Foto: chancenreich.at
- hochgeladen von SONNTAGSBLATT Redaktion
Arbeit und Inklusion
Mehr gesellschaftliche Teilhabe für Menschen mit Behinderung fordert das neu gegründete, österreichweite Bündnis für Inklusion am Arbeitsmarkt. Dazu präsentierten führende Sozialorganisationen wie Caritas, Diakonie oder Lebenshilfe am 4. Mai gemeinsam mit Unternehmen ihre Forderungen an die Bundesregierung und die Landesregierungen. (Bild)
Das Bündnis Chancenreich fordert von Bund und Ländern u. a. eine stabile Finanzierung beruflicher Inklusion, die langfristige Absicherung des Ausgleichstaxfonds und gleiche Chancen für alle Menschen, auch mit höherem Unterstützungsbedarf.
„Österreich ist von einem inklusiven Arbeitsmarkt noch ein gutes Stück entfernt“, sagte Caritas-Österreich-Generalsekretärin Anna Parr. Über 17 Jahre nach der Ratifizierung der UNO-Behindertenrechtskonvention seien Menschen mit Behinderungen am Arbeitsmarkt immer noch klar benachteiligt, verwies Parr auf aktuelle Zahlen. „Ihre Beschäftigungsquote ist deutlich niedriger, sie sind etwa doppelt so häufig arbeitslos.“ 21,5 Prozent seien laut Statistik Austria armutsgefährdet, so Parr. Das sei ein Alarmsignal. Der Handlungsdruck steige, doch der Ausbau inklusiver Strukturen stagniere seit Jahren, kritisierte die Caritas-Generalsekretärin.
Am 5. Mai, am Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, wurden die Forderungen an die Regierungen übergeben.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.