Digitales
Abschied mit KI
- Toni Faber stellte sein Abbild und seine Stimme für digitale Trauerreden einem Grazer Unternehmen zur Verfügung.
- Foto: lebensstimmen.com (KI generiert)
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Künftig ist es möglich, Video-Trauerreden mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz zu generieren. Hinter der Technologie steht das Grazer Unternehmen „Lebensstimmen“. Über ihre Plattform können Menschen persönliche Abschiedsbotschaften zu Lebzeiten vorbereiten, die dann bei der Trauerfeier digital wiedergeben werden – und zwar mithilfe eines „Avatars“, einer digitalen Darstellung der Person.
Wer lieber einen anderen Sprecher will, kann ab sofort zum„Fabertar“ greifen. Wiens Dompfarrer Toni Faber gab am 20. Oktober bei einer Pressekonferenz den sprichwörtlichen Segen für das Videoprodukt und bietet sein Antlitz als auswählbaren „Avatar“ an. Solche „Avatare“ können übrigens nur lebende Kunden von sich selbst erstellen. „Sobald jemand verstorben ist und nicht mehr über die IP-Rechte, Aussehen oder Stimme entscheiden kann, machen wir das nicht“, versichert Geschäftsführer Philipp Berkessy. Er spricht von einem „auf europäischer Rechtsgrundlage“ erstellten Produkt und sagt, dass sich seine Firma von KI-Fälschungen („Deep-fakes“) distanziere. Alle ihre Videos seien auch mit dem Zusatz „KI-generiert“ markiert.
Andreas Pichlhöfer, Pionier für Kirche im digitalen Raum in der Diözese Graz-Seckau, sieht das Projekt als ein „ergänzendes Angebot“, jedoch keinesfalls als Ersatz für die Arbeit von SeelsorgerInnen.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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