Berufung
Wer ist „Schwester Computer“?

Sr. Angela Schlager unterrichtet u. a. Informatik bei den Ursulinen und an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule in Graz. Mit ihrer Querflöte gestaltet sie Gottesdienste mit.
  • Sr. Angela Schlager unterrichtet u. a. Informatik bei den Ursulinen und an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule in Graz. Mit ihrer Querflöte gestaltet sie Gottesdienste mit.
  • Foto: Stefan Stock
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Sr. Angela Schlager von den Ursulinen ist vielseitige Lehrerin.

Wie kam es, dass Sie Ordensfrau sind?
Ich bin mit Ordensfrauen in der Nachbarschaft aufgewachsen. Am Hühnerberg, wo heute das Haus der Stille ist, gab es damals ein Redemptoristinnen-Kloster. Die Schwestern waren für uns Nachbarinnen wie andere auch. Ordensfrauen waren nie „Aliens“ für mich.
Nach der Volksschule bin ich bei den Ursulinen in die Schule gegangen, habe die Gemeinschaft und die Schwestern dort kennen gelernt und bin sozusagen „geblieben“ und nach der Matura in die Gemeinschaft eingetreten. Eine Reise nach Brescia, dem Wirkungsort unserer Ordensgründerin, in der 8. Klasse war für mich ein prägendes Erlebnis. Auch die Gründerin selbst, Angela Merici,
hat mich sehr fasziniert. Daher habe ich mir auch ihren Namen als Ordensnamen gewünscht.

Wie hat Ihre Familie reagiert?
Als erstes habe ich meiner Oma von meinem Entschluss erzählt, zu ihr hatte ich einen guten Draht. Meine Mutter hat damals leider nicht mehr gelebt. Für meinen Vater war es anfangs schon schwer. Ich glaube, er hatte Angst, dass der Kontakt abbrechen würde. Aber das ist nicht so. Die Ursulinen sind ein Schulorden, ich bin Lehrerin, wir leben in einem offenen Haus – da ist immer etwas los.

Warum sind Sie gern Lehrerin?
Der Umgang mit jungen Menschen erfüllt mich. Man hat die Chance, ihnen etwas fürs Leben mitzugeben. Und Kinder sind einfach so ehrlich, die sagen einem, was sie denken, und auch, was sie von einem halten. Da können wir Erwachsene uns was abschauen.

Wie kamen Sie zur Informatik?

Technik hat mich schon immer fasziniert. Ich bin mit drei Geschwistern auf einem Bauernhof aufgewachsen, da habe ich immer an irgendetwas geschraubt. Das begleitet mich bis heute. Ich unterrichte unter anderem Informatik, und da schrauben wir auch Computer auf. An der KPH, der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule, werde ich wohl deshalb „Schwester Computer“ genannt. (lacht)

Wie ist das Leben in Gemeinschaft?

Wenn die Kinder in der Schule fragen: „Streiten Schwestern eigentlich?“, sage ich: Ja, das tun wir, aber das ist ein gutes Zeichen, denn es heißt, dass wir einander nicht egal sind, wir reden miteinander. Wir haben ein gutes Klima in unserer Gemeinschaft – sonst wäre ich nicht schon so lange dort! (lacht)

Intview: Katharina Grager

Berufung: Eine Aufgabe die mich erfüllt

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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