Kein Ende der Religion

Annette Schavan, ehemalige deutsche Bildungsministerin und Botschafterin beim Heiligen Stuhl.
  • Annette Schavan, ehemalige deutsche Bildungsministerin und Botschafterin beim Heiligen Stuhl.
  • Foto: Henning Klingen
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Prioritäten für die Zukunft sind gefragt.

Religionen haben laut der früheren deutschen Botschafterin beim Heiligen Stuhl, Annette Schavan, an Bedeutung gewonnen und sind in manchen Regionen „bedeutsame politische Faktoren“. Es gebe „gute Gründe, nicht andauernd das Ende des Christentums zu beschwören“, schreibt Schavan in einem Gastbeitrag für die „Sächsische Zeitung“ .
Nach 2000 Jahren sei das Christentum bis in die jüngste Zeit hinein angreifbar. „Die Kirchen haben Schuld auf sich geladen und bleiben immer wieder unter ihren Möglichkeiten – so wie wir als einzelne Christen auch.“ Zugleich habe das Christentum „zu allen Zeiten heilend und heilsam gewirkt, den Menschen und seine unverwechselbare Würde gegenüber jenen verteidigt, die davon nichts wissen wollen“.
Die Corona-Pandemie zeige falsche Prioritäten auf und beschleunige Veränderungen. Gerade deshalb sei es an der Zeit, den grundlegenden Fragen des Lebens nicht auszuweichen und festzustellen, was künftige Prioritäten sein könnten. Dasselbe gelte auch für Kirchen. Es brauche „bei aller Liebe zur Tradition“ mehr Neugier auf die Zukunft. „Mehr noch: Die Tradition hat keine Chance, wenn sich nicht mehr Geistesgegenwart entwickelt für das Leben von Menschen heute, ihre Gedanken und Hoffnungen, ihre Sehnsucht und Einsamkeit, aber auch ihre Kreativität und Gestaltungskraft.“

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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