Seligsprechung
Botschafter des Evangeliums

In der Lateranbasilika wurde bei der Seligsprechung von P. Franziskus Jordan, der mit seinen Orden das soziale Leben vom Glauben her erneuern wollte, ein Porträt enthüllt.
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Mit einem Pater-Jordan-Jahr nehmen die Salvatorianer und Salvatorianerinnen den Schwung aus der Seligsprechung ihres Ordensgründers am 15. Mai mit.

Mit einem Pater-Jordan-Jahr wollen die Salvatorianerinnen und Salvatorianer den Schwung aus der Seligsprechung ihres Ordensgründers P. Franziskus Jordan mitnehmen und gestärkt und erneuert in die Zukunft gehen. Das hat P. Josef Wonisch, der aus der Steiermark, Pfarre Bierbaum, stammende Provinzial der Salvatorianer in Österreich, betont. P. Franziskus Jordan, Gründer der Salvatorianer und Salvatorianerinnen, wurde am Samstag, 15. Mai, in der Lateranbasilika in Rom seliggesprochen.

Einen „unermüdlichen Botschafter des Evangeliums“ hatte Papst Franziskus beim Mittagsgebet am Sonntag nach der Seligsprechung den neuen Seligen genannt. Provinzial Wonisch griff in einem „Kathpress“-Interview diesen Gedanken auf. Für die Salvatorianer gelte es, zurück zu den Quellen zu gehen und aus dem Gebet und Lesen bzw. Meditieren der Heiligen Schrift heraus immer wieder neue Wege der Verkündigung zu beschreiten. Der kirchliche Gedenktag des neuen Seligen ist der 21. Juli. In Österreich wird zum ersten Gedenktag ein „Pater-Jordan-Jahr“ eröffnet.

Spontaner Beifall. Nachdem bei der Feier am 15. Mai der Generalobere des Ordens, Milton Zonta, Kardinal Angelo De Donatis um die Seligsprechung gebeten hatte, verlas dieser das Dekret, mit dem der Papst Jordan „in das Verzeichnis der Seligen“ aufnahm. Nach dem Seligsprechungsakt und einem kurzen Moment der Stille brachen die Feiernden in spontanen Beifall aus und stimmten ein Halleluja an. Dabei wurde auch ein Porträtbild des neuen Seligen enthüllt und eine Monstranz mit Reliquien Jordans zum Altar gebracht.

Livia Maria bringt die Reliquien. Letzteres war der wohl bewegendste Moment der Feier. Denn die Reliquien wurden von der kleinen Livia Maria nach vorne getragen, bei der im Mutterleib eine unheilbare tödliche Krankheit diagnostiziert worden war; das Kind würde nicht lebensfähig sein. In ihrer Verzweiflung hatten sich die Eltern, die einer Gruppe von brasilianischen Laiensalvatorianern angehören, im Gebet an P. Franziskus Jordan um Hilfe gewandt. Tatsächlich wurde das Mädchen am 8. September 2014, dem Todestag von P. Jordan, gesund geboren und erfreut sich bis heute bester Gesundheit. Papst Franziskus erkannte dies als Wunder auf Fürsprache des neuen Seligen nach eingehender Prüfung an. Livia Maria und ihre Familie nahmen als Ehrengäste an der Feier in der Lateranbasilika teil.

Die salvatorianische Gemeinschaft. Johann Baptist Jordan, der später den Ordensnamen Franziskus Maria vom Kreuz annahm, wurde 1848 im badischen Gurtweil geboren. Nach der Priesterweihe und Studien in Rom sowie im Libanon gründete er 1881 die „Gesellschaft des Göttlichen Erlösers“ (Salvatorianer); 1888 folgte der weibliche Zweig des Ordens, den er mit Teresa von Wüllenweber (1833–1907) gründete. Franziskus Jordan wirkte lange in Rom. Er starb 1918 in Tafers bei Freiburg in der Schweiz.
Der Salvatorianer-Gemeinschaft gehören weltweit rund 2000 Frauen und Männer an. Sie arbeiten in 40 Ländern unter anderem als Seelsorger, Lehrer und Erzieher. In der Steiermark wirken sie derzeit unter anderem in der Pfarr- und Krankenseelsorge.
Aus Anlass der Seligsprechung unterstützen sie, wie berichtet, ein Gesundheitszentrum in Venezuela. Spenden: „Salvatorianer weltweit“, IBAN: AT36 6000 0000 0231 9452.

Buch über Pater Jordan
Anlässlich der Seligsprechung hat der Salvatorianer Peter van Meijl ein Buch verfasst: „Klare Erkennntis für Pater Franziskus Jordan am Grab des Petrus Canisius“. The Best Kunstverlag,
ISBN 978-3-902809-97-1.

KATHPRESS

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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