Synode - Tagung
Aus dem Evangelium leben

In der Grazer Stadthalle tagten die evangelischen Synoden (rechtes Bild). V. l. von der lutherischen Kirche Bischof Michael Chalupka, Superintendentialkurator Michael Axmann, die neue Synoden-Vizepräsidentin Gabriele Neubacher, der steirische Superintendent Wolfgang Rehner und Synodenpräsident Peter Krömer (linkes Bild).
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  • In der Grazer Stadthalle tagten die evangelischen Synoden (rechtes Bild). V. l. von der lutherischen Kirche Bischof Michael Chalupka, Superintendentialkurator Michael Axmann, die neue Synoden-Vizepräsidentin Gabriele Neubacher, der steirische Superintendent Wolfgang Rehner und Synodenpräsident Peter Krömer (linkes Bild).
  • Foto: KLZ/Nadja Fuchs, epd/Dasek
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Einen Entwicklungsprozess mit Innovationen in Gemeinden und Regionen beschloss die Synode der evangelisch-lutherischen Kirche bei ihrer Tagung in Graz.

Es ist „ein Abenteuer, auf das wir uns einlassen“. So charakterisierte der Bischof der evangelisch-lutherischen Kirche in Österreich, der Steirer Michael Chalupka, den Entwicklungsprozess „Aus dem Evangelium leben“, den die in Graz tagende gesamtösterreichische Synode einstimmig beschloss. Das Abenteuer, so der Bischof, bestehe darin, Neues auszuloten.

Drei Säulen. Drei Schwerpunkte prägen diesen Entwicklungsprozess: Dienstgemeinschaften („Gemeinsam dienen“), regionale Kooperationen („Über den Horizont hinaus“) und Stärkung der protestantischen Identität („Leuchträume des Evangeliums“). Dafür kann der Oberkirchenrat auch über den Rahmen der derzeitigen Kirchenverfassung hi-naus Maßnahmen und Kooperationen erlauben, wenn sie einem dieser Schwerpunkte dienen. Menschen sollen nach dem Willen der Synode „neu mit dem Evangelium in Berührung kommen“, Strukturen entlastet und Formen der Zusammenarbeit gestärkt werden. Auch die Schaffung neuer Berufe in der Kirche wird für möglich gehalten.
In einem Grußwort nahm auch Bischof Wilhelm Krautwaschl auf den Entwicklungsprozess Bezug: „Aus dem Evangelium leben ist Auftrag an alle, die sich in die Fußstapfen Jesu begeben.“

Zwei Synoden. In der Grazer Stadthalle tagten von 4. bis 7. Juni zunächst die Synode der evangelisch-lutherischen Kirche (evangelische Kirche A.B., Augsburger Bekenntnis) und dann die gemeinsame Generalsynode mit Delegierten aus der evangelisch-lutherischen Kirche und der evangelisch-reformierten Kirche (evangelische Kirche H.B., Helvetisches Bekenntnis). Bei dieser Generalsynode wurde eine verstärkte Zusammenarbeit der lutherischen und der reformierten Kirche in Österreich beschlossen. „Wir gehen den Weg einer Verwaltungsunion, aber nicht den Weg einer unierten evangelischen Kirche“, betonte Synodenpräsident Peter Krömer. Ein gemeinsames Kirchenamt A. und H.B. soll für die Gesamtkirche, aber auch für die beiden einzelnen Kirchen zuständig sein.
Die Synode der evangelischen Kirche A.B. wählte in Graz Gabriele Neubauer, Pfarrerin von Attersee, zur neuen Vizepräsidentin. Mit dem niederösterreichischen Rechtsanwalt Peter Krömer als Synodenpräsident und der zweiten Vizepräsidentin Gisela Malekpour gehört sie dem Synodenpräsidium an.

Karfreitag neu diskutieren. Dass der Karfreitag wieder auf die Tagesordnung kommen müsse, weil man mit der neuen Feiertagsregelung den Evangelischen Unrecht getan habe, betonte Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer bei einem Empfang für Delegierte der evangelischen Synoden. Synodenpräsident Peter Krömer bedauerte, dass die evangelische Kirche in den Verhandlungen zu dieser Frage nicht gehört worden sei.
Das positive ökumenische Miteinander in der Steiermark hob bei dem Empfang der steirische Superintendentialkurator Michael Axmann hervor. Die von Landeshauptmann Schützenhöfer 2017, im Jubiläumsjahr 500 Jahre Reformation, ausgesprochene Entschuldigung für zwangsweise Rekatholisierungen im 16. Jahrhundert habe öffentlich wahrnehmbar eine historische Lücke geschlossen.
Der reformierte Landessuperintendent Thomas Hennefeld rief die Kirchen und Religionsgemeinschaften dazu auf, ihre kritische Funktion in der Gesellschaft wahrzunehmen, auch gegen „Unrecht, Doppelmoral und Verlogenheit“.

Quellen: EPD, Kathpress

Evangelische Synoden
Synoden sind die höchsten gesetzgebenden Organe der evangelischen Kirchen. Ihnen gehören geistliche und weltliche Vertreterinnen und Vertreter aus ganz Österreich an. Sie treffen sich meist zweimal im Jahr.

In der Grazer Stadthalle tagten die evangelischen Synoden (rechtes Bild). V. l. von der lutherischen Kirche Bischof Michael Chalupka, Superintendentialkurator Michael Axmann, die neue Synoden-Vizepräsidentin Gabriele Neubacher, der steirische Superintendent Wolfgang Rehner und Synodenpräsident Peter Krömer (linkes Bild).
Oberkirchenrätin Ingrid Bachler übernimmt den Vorsitz in einer neu eingerichteten Projektgruppe.
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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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