Kräuter
Wilder Genuss voll Energie

Kräuterwanderung. Heilkräuter kennen lernen und Wildkräuter in der Natur sammeln.
  • Kräuterwanderung. Heilkräuter kennen lernen und Wildkräuter in der Natur sammeln.
  • Foto: Wessely
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Kleine Pflänzchen als wahres „Powerfood“.

Ob eine wildgewachsene Pflanze Unkraut ist oder einfach nur ein Beikraut, liegt im Auge des Betrachters. Fakt ist, man ärgert sich nach ein paar Stunden mühsamen Unkrautzupfens über die leidvolle Arbeit.
Doch wenn man sich diese Pflanzen, die aus dem Erdreich gehoben wurden, noch einmal genau ansieht, bekommt man ein differenzierteres Bild. Sie strotzen vor Energie,
Vitaminen und (Über-)Lebenswillen. Kann man sich die Energie und Stärke zu Nutze machen?
Ja! Zum Beispiel sind viele Wildkräuter wahre Nährstoffbomben! Aus ihnen wurden nicht, wie aus unserem Saatgemüse, die Bitterstoffe und andere wertvolle Inhalte herausgezüchtet, um es uns Menschen bekömmlicher zu machen. Vieles, was auf unseren Wiesen, aber auch in unseren Blumentöpfen wächst, ist äußerst nahrhaft und vitaminreich. Und es kostet keinen Cent.
Ein typisches frisches grünes Pflänzchen, welches uns immer wieder in unseren Blumentöpfen und in unseren Gärten besucht, ist die Vogelmiere. Sie ist sehr reichhaltig an Eisen und schmeckt wie junge Erbsen oder Mais. Leicht erkennbar ist sie an dem mit Längslinien behaarten Stängel.
Die Brennnessel ist eine sehr bekannte Wildpflanze, dennoch kennen viele ihre „inneren Werte“ nicht. Sie ist ein heimisches „Superfood“, welches viel mehr Eisen und Vitamin C zu bieten hat als unser restliches Gartengemüse zusammen. Sie eignet sich wunderbar als Spinat oder Suppe, aber auch Brennnesselbrot ist eine köstliche Variante der Zubereitung.
Claudia Wessely

ZUM NACHDENKEN
Von der Wiese in den Mund
Ich könnte Ihnen viele wildgewachsene Erfahrungen, die ich im Laufe meiner Jahre mit
Kindern gesammelt habe, erzählen.
Eine davon ist, dass mein fünf Monate alter Sohn damals absolut keine Berührungsängste mit der Natur hatte. Alles musste gekostet werden. Da der Tastsinn in diesem Alter über den Mund viel mehr ausgeprägt ist, war ich also immer achtsam: Keine giftigen Pflanzen sollten auf unserer Wiese zu dieser Zeit wachsen. Ich zupfte sie kurzerhand aus, bevor mein Sohn zum Beispiel das leuchtende Gelb des Hahnenfußes entdecken konnte.
Ansonsten genoss ich den Anblick des Gesichtsausdruckes, den er machte, wenn er einen bitter schmeckenden Rotklee oder eine eher trockene Pusteblume (Löwenzahn) kostete.
Auch bei den zahlreichen Eltern-Kind-Gruppen, zu denen ich als Elternbildnerin vom Katholischen Bildungswerk eingeladen wurde, kam mir immer ein ähnliches Bild unter.
Egal zu welcher Jahreszeit, sobald ich mein Tuch mit den mitgebrachten Wildkräutern aufgebreitet hatte, robbten, krabbelten und liefen die Kleinkinder zu den Pflanzen. Es war ein Vergnügen für mich zuzusehen, wie die Kinder alles mit großer Neugier kosteten und probierten. In den Gesichtern der Eltern hingegen war eher Besorgnis zu lesen, welche sich gleich legte, wenn ich sie über den Nutzen und den Gebrauch von Wildkräutern aufklärte und ihnen versicherte, keinerlei gefährliche Pflanzen mitgebracht zu haben.
Die Autorin ist diplomierte Elternbildnerin und diplomierte Kräuterpädagogin. Foto: privat

Nach der Isolation „wilde Kräuter“ entdecken
Nach überstandener Corona-Isolation ist ein Wildkräuterspaziergang eine wunderbare Möglichkeit, die Natur (wieder) zu entdecken. Ausgebildete Kräuterpädagoginnen gehen mit Ihnen und Ihren Kindern gemeinsamen auf Streifzug durch Wald und Wiese, um die Vielfalt der essbaren Naturschätze kennen und bestimmen zu lernen. Erfahren Sie, wie man diese zu Hause selbst verarbeitet und so den Kindern und sich selbst Gutes tun kann. Je nach Jahreszeit lernt man unterschiedliche Kräuter kennen.
Sie möchten einen Wildkräuterspaziergang buchen? Informationen unter: Katholisches Bildungswerk: Tel. (0 31 6) 80 41-345, kbw@graz-seckau.at – http://bildung.graz-seckau.at

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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