Nachhaltigkeit - Familie
Enorme Müllmengen

Flora und Fauna schützen. Um Kinder für unsere Umwelt zu sensibilisieren, sind auch Ausflüge in die Natur wichtig.
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  • Flora und Fauna schützen. Um Kinder für unsere Umwelt zu sensibilisieren, sind auch Ausflüge in die Natur wichtig.
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Wie gehen wir mit unseren Ressourcen um?

Was ist „Nachhaltigkeit“? Das Prinzip der Nachhaltigkeit wurde 1713 das erste Mal nachweislich von Carl von Carlowitz formuliert. Aufgrund einer Holzknappheit sollte nur so viel Holz geschlagen werden, wie nachwächst, um auch zukünftigen Generationen eine Nutzung der Ressource zu ermöglichen. Viele Jahre war dies kein Thema in der Gesellschaft, und niemand kümmerte sich um die Folgen für spätere Generationen.

Heute ist Nachhaltigkeit jedoch nicht mehr wegzudenken. Der Lebensstil vieler Menschen hat negative Auswirkungen auf unseren Planeten. Dabei ist das Verschwenden der noch vorhandenen Ressourcen nur ein sehr kleiner Teil. Der Klimawandel, die Lebensmittelknappheit in manchen Teilen der Erde, die vom Aussterben bedrohten Tiere und Pflanzen und die Menge an anfallendem Müll sind ebenso wesentliche Aspekte, die uns Menschen zur Reflexion anregen sollten.

Aufgrund der enormen Müllmengen auf der gesamten Welt wurde die Zero-Waste-Bewegung gegründet. Übersetzt bedeutet „Zero Waste“, keinen Müll zu produzieren bzw. nichts zu verschwenden.

Tatsächlich ist ein achtsamer Umgang mit der Welt und ihren Ressourcen gemeint. Dabei sind die drei R’s von Bedeutung: Reduce – Reuse – Recycle (Einsparung – Wiederverwendung – Wiederverwertung). Sie bieten eine klare Handlungsanweisung für den Umgang mit bereits vorhandenen Ressourcen und können einfach in den Familienalltag integriert werden.

Rebecca Sussmann

Zero Waste – Ein müllfreies Leben mit Kindern gestalten

Die Ferien stehen vor der Tür, und vielleicht gibt es nun mehr Zeit, um als Familie über „Zero Waste“ nachdenken zu können!
Die Gestaltung eines nachhaltigen und müllreduzierten Alltags kann erstaunlich einfach umgesetzt werden und das ganze Familienleben bereichern.
Wie kann ich Kindern meine Werte vermitteln, und wann beginne ich mit der Umsetzung?
Bei einem Online-Workshop (kostenlos) gibt Referentin Rebecca Sussmann hilfreiche Tipps und Tricks und Bastelideen für Regentage.
5. Juli 19 bis 20.30 Uhr. Anmeldungen und Info: Katholisches Bildungswerk,
Tel. (0 31 6) 80 41-345, kbw@graz-seckau.at

Für Sie gelesen

So viel Müll!
Jess French , 13,40 Euro, DK Verlag

Umweltschutz für Kinder: Wie viele Jahre braucht ein Plastikstrohhalm, um zu verrotten? Woraus besteht unser Haushaltsmüll? Dieses Buch klärt auf über Themen wie Klimawandel, Naturschutz und erneuerbare Energien. Zahlen und Fakten, in leicht verständlichen Infografiken aufbereitet, sowie anschauliche Abbildungen führen Kinder an wichtige Umweltthemen heran und zeigen den jungen Naturschützern, wie sie Müll vermeiden können.

ZUM NACHDENKEN

Kleine dauerhafte Veränderungen
„Zero Waste“ ist ein Prozess, welcher step-by-step in der Familie gemeinsam gestaltet werden kann. Es ist beinahe unmöglich, das komplette Leben von heute auf morgen zu verändern, und auch nicht notwendig. Vielmehr geht es darum, kleine dauerhafte Veränderungen herbeizuführen. Sei es, den Einkauf mit dem Fahrrad zu erledigen, die Paprika ohne Plastikverpackung zu kaufen oder das Verwenden von fester Seife.
„Zero Waste“ kann im Familienalltag unterschiedlich gelebt werden, sodass jede Familie etwas Passendes für sich findet und sich damit wohlfühlt. Für manche Familien beginnt die Reise möglicherweise jetzt, andere Familien sind vielleicht bereits ein Stück vorangekommen und möchten sie noch fortsetzen.

Vor allem Kinder sind für die Themen Nachhaltigkeit und Müllvermeidung meist schnell zu begeistern, denn im Gegensatz zu uns Erwachsenen sind diese Themen für sie häufig sehr präsent in ihrer Lebenswelt. Gerade die Sommerferien bieten eine gute Möglichkeit, gemeinsam den Familienalltag zu reflektieren und neue Herangehensweisen zu finden. So können kleine Projekte oder neue Rituale mit den Kindern den Übergang von mehr Müll zu weniger Müll gestalten.

Die wichtigsten Aspekte sind jedoch die Motivation und Vorbildfunktion der Erziehenden, denn Kinder identifizieren sich mit dem Verhalten ihrer Eltern. Ihr wertschätzender Umgang mit Ressourcen kann so auch für Kinder zur Selbstverständlichkeit werden.

Rebecca Sussmann

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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