Familie
Der Heilige aus Myra

Zum Feiern des Nikolaus-Abends in der Familie entzünden wir die Kerzen am Adventkranz.
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Nikolaus möchte in uns allen wirken.

Bekanntlich ist Bischof Nikolaus ein vielbeschäftigter Mann. Immerhin warten zahlreiche Kinder am Vorabend des Nikolausgedenktags auf seinen Besuch. Und auch am Gedenktag selber hat er alle Hände voll zu tun. Wenn man sich aber eingehender mit dem Leben des um 280 geborenen Nikolaus von Myra beschäftigt, merkt man, dass er im Grunde wirklich viel zu tun hat(te).

Er wirkte in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts nicht nur als Bischof der Stadt Myra, sondern rettete auch besagte Stadt aus der Hungersnot, bewahrte durch seine Spende von drei goldenen Kugeln die Töchter eines armen Mannes vor einem Leben inmitten eines fragwürdigen Gewerbes oder half Seeleuten, die in Seenot geraten waren. Als Schutzpatron von Seefahrern, Binnenschiffern, Kaufleuten, Ministranten und Kindern ist er auch heute noch gefragt und wichtig.

Etliche Traditionen haben sich im Laufe vieler Jahrzehnte rund um diesen besonderen Mann entwickelt. Ehrenamtlich Engagierte aus Pfarren, Feuerwehren oder anderen Vereinen, die als Nikolaus verkleidet die Kinder besuchen und damit nicht nur ihre Zeit spenden, sondern auch Kinderaugen zum Leuchten bringen. Nebenbei wird das Brauchtum dadurch über Generationen bewahrt.
Auch wenn in diesem Jahr alles anders läuft, können wir darauf vertrauen, dass der gute Geist des heiligen Bischof Nikolaus in uns allen wirken möchte – wir müssen es nur zulassen! Wahrscheinlich ist es auch so einfach, wie es sich anhört …

Sarah Knolly

ZUM NACHDENKEN

Der andere Nikolausabend

Als Kind war ich vollkommen fasziniert vom Nikolaus: Der gute, alte Mann, über den es viele Bücher gab und die Großtante viele Legenden auswendig kannte, wusste tatsächlich, wer ich bin, und nahm sich die Zeit, meine Familie und mich zu besuchen.
A bisserl mulmig wurde mir dann doch, als das goldene Buch zum Vorschein kam. Es war dann wohl so weit: Die Jahresabrechnung stand an. Am Ende hatte ich dann (wie übrigens jedes Jahr) Glück, und meine Morgenmuffeligkeit wurde zwar erwähnt, aber sonst war ich brav. Das Geschenk war dem Anlass angemessen: Nüsse, Mandarinen, ein Schokonikolaus und meist ein Buch.
Ich denke gerne an die Nikolausbesuche meiner Kindheit zurück. Als Mama handhabe ich es heute so wie meine Eltern damals. Es gibt weder ein Gerichtsverfahren mit Richter Bischof Nikolaus noch übertriebene Geschenke. Es ist ein gemütlicher Abend mit wichtigem Besuch, Gedichten und dem „Vater unser“.
Heuer aber ist alles anders. Auf den Besuch müssen wir verzichten. Und auch wenn meine Kinder eigentlich schon „zu alt“ sind, werden sie diese lieb gewonnene Tradition vermissen. Umso schöner ist es daher, dass meine älteste Tochter schon den Nikolaus-abend geplant hat. Eine kleine Andacht soll es bitte sein. Mit Kerzenschein, der Legende, dem Vater unser und ihrer musikalischen Unterstützung an der Klarinette. Vielleicht wird ja eine ganz neue Tradition geboren – zu der wir nächstes Jahr dann wieder Besuch empfangen können.

Zum Feiern des Nikolaus-Abends in der Familie entzünden wir die Kerzen am Adventkranz.
Sahra Knolly
Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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