MEIN GARTEN | SonntagsblattPLUS, 28. März 2021
Der Garten erwacht

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Der April ist ein arbeitsreicher Monat für Gartenarbeit.

Sobald der Schnee weg ist und es keine Bodenfröste mehr gibt, kann schon fröhlich und munter im Garten begonnen werden.  
Sträucher und Stauden, die noch nicht geschnitten worden sind, werden jetzt eingekürzt. Die Schneeball-Hortensie kann ganz über dem Boden abgeschnitten werden. Genauso wie alle anderen Stauden. Die Rose wird auf zwei bis drei Augen zurückgekürzt.
Bei der Rispenhortensie werden nur die Blüten abgeschnitten. Wenn die Stiele zu lang sind, kann man ebenso auf 2 bis 3 Augen einkürzen. Bei der Bauernhortensie ebenso. Achtung: Nicht ins Holz schneiden, denn sonst schneidet man die Blüten weg.
Das Erdbeerbeet kann jetzt aufgelockert werden. Flach Kompost einarbeiten und mit Stroh abdecken.
Wer im Herbst verabsäumt hat, Knoblauchzehen zu stecken, kann dies jetzt noch schnell tun. 10 bis 15 cm tief kommen große Zehen in den Boden. Urgesteinsmehl und ein bisschen Komposterde dazu. Daneben können die unterschiedlichsten Salate eingesät werden, zum Beispiel Pflücksalate. Und für den schnellen Genuss noch die Asiasalate.
Im Winterquartier geht’s schon richtig zu, denn die Kübelpflanzen wollen hinaus. Jetzt muss man aufpassen, dass sich keine Schädlinge vermehren. Immer wieder gut lüften.
Sobald es keine Fröste mehr gibt, kann man Oleander, Zitronen, Wandelröschen nach draußen stellen. In manchen Regionen dauert das noch drei Wochen länger. Wenn sie schon getrieben haben, dann diese Triebe wegschneiden und einen kompakten Formschnitt machen.
Angelika Ertl

Äste liegenlassen
Den Garten müssen Sie nicht ganz picobello aufräumen. Wenn es der Platz erlaubt, lassen Sie doch Äste, Baumstümpfe, Steine liegen – so machen Sie für Echsen, Nützlinge und Co. ein Hotel. Die Natur dankt es Ihnen.
Mit Kindern solche Naturbehausungen zu bauen macht Riesenfreude.

Für Sie gelesen

Das große Boden ABC
Angelika Ertl
28 Euro

In ihrem bereits dritten Buch widmet sich ORF-Biogärtnerin Angelika Ertl ihrem wahren Herzensthema: Kräutern und Blüten. In diesem Praxisratgeber beschreibt sie Charakterprofile und Verwendungsmöglichkeiten von über 40 Kräutern und Wildkräutern sowie 25 essbaren Blüten und serviert dazu rund 40 Rezepte für die wilde Kräuterküche.

Der Frühling ist jedes Jahr ein Wunder. Alles treibt und sprießt. Ein Segen und Geschenk!

Was ist jetzt im April in meinem Garten zu tun?
Bis in den April hinein ist die Pflanzzeit für den grünen Spargel. Grünspargel kann auch bei schweren Böden angebaut werden. Der Graben sollte circa 20 bis 30 cm tief sein. Gut auflockern. Und die schönen strahlenartigen Wurzeln nach allen Seiten verteilen. Bei kräftigen Pflanzen kann man schon nach dem ersten Jahr ernten.
In den Frühlingsmonaten kann man auch schon die Paprika und die Paradeiser vorziehen sowie Gurken, Kürbis und Fenchel. Die Sommerblumen kommen zum Schluss dran.
Wer ein Hochbeet oder ein Frühbeet besitzt, kann jetzt schon Radieschen, rote Rüben, Karotten, dicke Bohnen, Kohlrabi und Salat säen.
Der erste Schritt in den Blumenbeeten ist, dass man die ganzen Wurzelunkräuter entfernt. Wenn dies getan ist, kann Kompost oder fertiger organischer Dünger flächendeckend aufgebracht werden. Das gibt einen kräftigen und gesunden Neuaustrieb.
Man weiß noch nicht, ob es ein gutes oder schlechtes Schneckenjahr wird. Grundsätzlich gilt: Je früher Sie das biologische Schneckenkorn ausstreuen, desto besser. Am besten ebenso flächendeckend.

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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