MEIN GARTEN | Sonntagsblatt+Plus, 28. Februar 2021
Auf den Boden kommt es an

Muttererde oder Mutterboden ist der oberste, fruchtbarste Horizont eines Bodens – und die Basis für alle lebenden Pflanzen.
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  • Muttererde oder Mutterboden ist der oberste, fruchtbarste Horizont eines Bodens – und die Basis für alle lebenden Pflanzen.
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Unten drunter. Die Qualität des Bodens steigern.
Wir wissen, dass fruchtbare Erde, Humusaufbau und organischer Dünger ganz wichtig sind für das biologische Gärtnern. Aber die allererste Frage, die wir uns zu stellen haben, ist: Wie ist der Charakter meines Bodens?
Der Charakter des Bodens ist ausschlaggebend dafür, wie erfüllend das Ernteglück in Ihrem Garten künftig sein wird. Je besser Sie die Eigenschaften des Bodens kennen, desto gezielter können Sie die richtigen Pflanzen, die richtige Düngemethode, die richtige Bodenbearbeitung anpassen.
Nebenbei: ein ganz wichtiges Wort ist momentan der #nodiggarden: In den Gärten soll nicht mehr umgestochen werden. Es wird mit einer Art Grabegabel lediglich hineingestochen, hin und her gewippt und nur gelüftet. Das passiert nur von oben. Denn ein ganz wichtiger Grundsatz beim biologischen Gärtnern ist, dass die Mikroorganismen und Bodenmitarbeiter in Ruhe gelassen werden und lediglich Luft reingebracht wird.
Zurück zum Bodentyp: Humoser Boden ist nährstoffreich. Bei diesem Charakter muss lediglich durchlüftet werden. Für Starkzehrer herrlich geeignet. Kohl, Kürbis und Co. sind happy.
Der Lehm- oder Tonboden ist nährstoffreich und speichert viel Wasser, neigt aber zum Verdichten. Wichtig ist hier, Sand drunterzumischen, Bodenlockerung durchzuführen mit der „no-dig-Methode“ und Gesteinsmehl und organisches Material in den Boden leicht einzuarbeiten.
Der Sandboden erwärmt sich im Frühjahr sehr schnell. Das lieben Paprika, Chilis und Knoblauch. Auch Kräuter. Wenn allerdings lange kein Regen fällt, trocknet dieser schnell aus. Kompost und regelmäßig organischen Dünger einarbeiten ist hier das Aufbauprogramm.
Angelika Ertl

Wurströllchenmethode
Nehmen Sie feuchte Erde in die Hand. Wenn das Wurstmachen nicht gelingt, ist es ein sandiger Boden, wenn es gelingt, ist es ein tonhältiger Boden.
Die einfachste Methode, um unterschiedliche Mineralstoffe gezielt festzustellen, ist es, Bodenproben zu nehmen. Das kann ich jedem Garten-Fan wärmstens empfehlen. Da lernt man viel über seinen eigenen Boden, die Spurenelemente und Mineralstoffe.
Also wer es richtig ernst meint, gönnt sich eine Bodenprobe und beginnt, den Charakter des Bodens kennen zu lernen und zu verstehen.

Für Sie gelesen:

Heilweine & Kräutertränke
Elisabeth Engler, 14,90 Euro Freya Verlag

Hildegard von Bingen war die Heilerin des Mittelalters. Viele ihrer Rezepte fördern auch heute noch die Gesundheit: leckere Heilweine und Tränke, meist schnell gekocht und wunderbar wirksam, teilweise angepasst an die heutige Zeit. Zusätzlich werden heilende Gewürzmischungen erläutert. Ein Heilpflanzen-ABC erklärt die wichtigsten Kräuter und Gewürze.

Muttererde ist mit einer dünnen fruchtbaren Erdschicht eingehüllt. Hüten wir diese –
sie schenkt uns unsere Lebensmittel.

Garten-Kurse
Das Staudenbeet.
Erfahren Sie alles über Planen und Anlegen eines Blumen- und Gehölzgartens, Bienen- und Zierpflanzen. – 16. April, 14 bis 18 Uhr.
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Vegetarischer Kräuterkochkurs. Bestimmen und Sammeln der Kräuter sowie Zubereitung eines mehrgängigen Menüs sind Teil des Kochkurses am
20. April von 14 bis 18 Uhr.
Die große Welt der Kulturkräuter mit Herkunft, Bedeutung, Wirkung und Anwendung der Kräuter lernen Interessierte kennen am 23. April, 14 bis 18 Uhr.
Der Biogarten. Von Jauchen über Kompostierung und alternative Schädlingsbekämpfung – das komplette Bio-Garten-ABC.
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Alle Kurse (inkl. Verpflegung) sind im Biogarten von Angelika Ertl in Feldkirchen. Anmeldung: mail@angelikaertl.at

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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