Für Kinder erklärt
Mazze und Hostie
- Erstkommunionvorbereitung: Kinder beim Brotbacken in der Bäckerei Wögenstein in Horn.
- Foto: P. Clemens Hainzl
- hochgeladen von Patricia Harant-Schagerl
Mazze: ungesäuertes Brot
Die Mazze ist das ungesäuerte Brot, das Jüdinnen und Juden während des Pessach-Festes essen. Es wird aus Getreide und Wasser hergestellt und muss innerhalb von 18 Minuten gebacken werden, damit der Teig nicht zu gären beginnt.
Das jüdische Pessach-Fest erinnert an den Auszug der Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei (= Exodus). Das karge Lebensmittel – eine Art Knäckebrot – steht für das Leid, das die Juden als Sklaven erleiden mussten. Die schnelle Herstellung verdeutlicht die Eile auf der Flucht.
Am Gründonnerstag denken wir in besonderer Weise an das letzte Pessach-Fest, das Jesus gefeiert hat. Beim Letzten Abendmahl hat er wahrscheinlich Mazze gegessen und mit den Jüngern geteilt.
Aus der Bibel: „Sieben Tage lang sollt ihr ungesäuertes Brot essen. Gleich am ersten Tag schafft den Sauerteig aus euren Häusern!“ (Exodus 12,14)
Hostie: "Das ist mein Leib"
Nachdem Jesus gestorben war, haben die Christen – in Erinnerung an Jesus und das Letzte Abendmahl – regelmäßig ein gemeinsames Mahl gehalten. Dafür haben sie Alltags-Brot mitgenommen. Im 8. und 9. Jahrhundert ging man dazu über, statt Brot Hostien zu verwenden – auch weil diese an das ungesäuerte Brot (Mazze) der Juden und an das Pessachfest erinnern. Hostien werden nur aus Wasser und Mehl gemacht.
Wenn der Priester während der heiligen Messe die Hostie bricht, erinnert er an Jesus, der beim letzten Abendessen vor seinem Tod das Brot austeilte. Der Priester erinnert so auch daran, dass Jesus sein Leben für die Menschen hingegeben hat.
Aus der Bibel: „Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch.“ (1 Korinter 11,23-24)
Autor:Patricia Harant-Schagerl aus Niederösterreich | Kirche bunt |
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