Melanie Wolfers

Beiträge zum Thema Melanie Wolfers

Serien
Mit dem Einschlagen eines Weges lassen wir andere Pfade unbegangen zurück.

Trau dich, es ist dein Leben - Fastenserie 2019 | Teil 06
Vorwärts

Jeder Mensch will zufrieden bejahen können, was er aus sich und seinem Leben macht. Und umgekehrt hinterlässt nichts einen schaleren Nachgeschmack als der Eindruck: Ich bleibe Zuschauerin im eigenen Leben und lasse es auf diese Weise an mir vorüberziehen. Um zu einem solch beherzten Leben zu gelangen, gilt es, bei den kleinen und großen Entscheidungen das Steuerruder in die Hand zu nehmen. Ob in alltäglichen Begebenheiten oder bei weitreichenden Entscheidungen, unausweichlich steht man vor der...

  • 14.04.19
Serien
In der Stille verstummen die Stimmen, die von einem etwas wollen. Ich kann da sein, ohne etwas leisten zu müssen.

Trau dich, es ist dein Leben - Fastenserie 2019 | Teil 05
Inwärts

Stellen Sie sich vor, Sie bekommen die Leitung eines weltweiten Unternehmens übertragen. Täglich schreiben Ihnen sehr viele Menschen. Sie tragen Verantwortung für Niederlassungen auf dem ganzen Globus mit Tausenden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wie würde es Ihnen gehen? Vielleicht würden Sie die Ernennung an die Spitze des Unternehmens als eine Ehre empfinden. Vermutlich aber auch als eine Überforderung. So ist es jenem Mönch ergangen, der im Jahr 1145 zum Papst gewählt worden ist:...

  • 07.04.19
Serien
Das Ansehen vor sich selbst gilt es wiederzuentdecken.

Trau dich, es ist dein Leben - Fastenserie 2019 | Teil 04
Selbstwert

Alle Menschen empfinden Scham. Denn ob es einem passt oder nicht: Dieses unangenehme Gefühl gehört zur emotionalen Grundausstattung von uns Menschen. Wenn Scham nach einem greift, fühlt man sich wertlos, zu klein geraten oder irgendwie „daneben“. Sie vermittelt den Eindruck: „So wie ich bin, bin ich nicht okay!“, und wispert in einem: „Wenn andere dich sehen, wie du wirklich bist, werden sie dich links liegen lassen oder spöttisch belächeln!“ Besonders in nahen Beziehungen entfaltet Scham ihre...

  • 31.03.19
Serien
„Mut ist, wenn wir uns wie Vollblutmusiker von etwas Größerem ergreifen lassen.“
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Trau dich, es ist dein Leben - Fastenserie 2019 | Teil 03
Weltwärts

Kevin Surace, vom amerikanischen Wirtschaftsmagazin „Inc.“ zum Unternehmer des Jahres 2009 gekürt, wurde gefragt: „Worin sehen Sie das größte Hindernis für Kreativität und Innovation?“ Er antwortete, es bestünde in der Angst, sich kreativ einzubringen und dafür dann verspottet, ausgelacht oder herabgesetzt zu werden. Eine solche Angst kennen viele. Denn es birgt immer ein Risiko, wenn wir unsere Kreativität zum Zug kommen lassen. Etwa wenn wir ein selbst gemaltes Bild oder ein von uns...

  • 20.03.19
Serien
Geh dein Tempo am Berg.

Trau dich, es ist dein Leben - Fastenserie 2019 | Teil 02
Ichwärts

Bis zum Gipfel 1300 Höhenmeter. Ich fühle mich fit und breche mit Freunden fröhlich auf. Sie schlagen ein schnelles Tempo an. Ich will mithalten und beiße die Zähne zusammen. Der Aufstieg stresst mich, und als wir auf dem Gipfel ankommen, stiere ich vor Erschöpfung leer vor mich hin. Wie anders, als ich einige Tage später dieselbe Tour mache. Dieses Mal gehe ich mein Tempo – und genieße den Aufstieg und später dann den gemeinsamen Gipfelblick. Verrückt, was zehn Minuten ausmachen!“ So lautet...

  • 18.03.19
Serien
Mut beginnt beim Gehenlernen.
2 Bilder

Trau dich, es ist dein Leben - Fastenserie 2019 | Teil 01
Duwärts

Jeder Mensch will mutig sein! Ja, Mut übt eine universale Anziehungskraft aus. Und jeder hat eine Ahnung von dem Glück, das darin liegt, beherzt zu leben. Aber oft hält Angst einen davon ab, das eigene Leben mit beiden Händen zu ergreifen. Etwa: Da sagt jemand Ja, obwohl er Nein meint. Da scheut jemand vor einer Entscheidung zurück, aus Angst, etwas falsch zu machen. Oder man fühlt sich mies und elend – und bleibt doch lieber im vertrauten Unglück hocken, als Neues zu wagen. Zugleich haben es...

  • 10.03.19
Serien
„Wer freier wird von der Angst um sein eigenes Ich, in dessen Inneren kann die Sorge erwachen für jene, die am Rand stehen.“

Ich mit mir. Fastenserie mit Melanie Wolfers | 07
Hoffnung verändert die Gegenwart

Das Kaninchen eines Kindes wurde in der Nacht von einem Marder getötet, und das Mädchen weinte bitterlich. Als es mit seiner Mutter das Tier beerdigte, betete es: „Lieber Gott, jetzt musst du auf mein Kaninchen aufpassen.“ Und mit dem Fuß auf den Boden stampfend fuhr es fort: „Und wenn du nicht gut für mein Stubsi sorgst, bring’ ich dich um!“ Die Mutter, eine Bekannte von mir, fragte irritiert: „Musst du so sprechen?“ und bekam die Antwort: „Ich will einfach nur sichergehen!“ Vielleicht lächeln...

  • 16.04.17
Serien
Trauer. Schmerz. Der Glaube befreit nicht davon. Doch die Klage erreicht ein göttliches Du.

Ich mit mir. Fastenserie mit Melanie Wolfers | 06
Kein Zwang zum Glück

Mein Freund, der Staatsanwalt, ist ein Geschenk des Himmels. Sein Lächeln ersetzt mir den Whisky. Es ist ein fast unmerkliches Lächeln, das den Partner von vielem Getue erlöst, und es lässt ihn sein. Wie rar ist solches Lächeln! Nur wo einer selbst einmal geweint hat und sich selbst zugibt, dass er geweint hat, erblüht so ein gutes, in seinem Wissen sehr präzises … Lächeln.“[/p] Dies notiert Stiller, der Protagonist des gleichnamigen Romans von Max Frisch, in seinen Haftaufzeichnungen. Als...

  • 09.04.17
Serien
Den Alltag regelmäßig zu unterbrechen gehört zum Glauben.

Ich mit mir. Fastenserie mit Melanie Wolfers | 05
Mit der Stoppuhr durch den Tag

Merkwürdig: Einerseits wünschen sich die meisten, dass die Zeit auch einmal stehen bleibt und sie mehr zu sich kommen können. Andererseits ließen sich vermutlich ganze Fußballstadien mit pausenlos aktiven „Busyholics“ füllen, denn wer Zeit hat, gilt schnell als verhaltensauffällig. Dann doch lieber ein Leben im pausenlosen Bereitschaftsmodus führen als den Eindruck vermitteln, dass man die Stunden nicht minutiös nutze. Der Philosoph Byung-Chul Han vermutet, dass sich dieser überzogene...

  • 02.04.17
Serien
Dem Glück darf ich trauen.

Ich mit mir. Fastenserie mit Melanie Wolfers | 04
Ein Gänsehaut-Gefühl von Glück und Liebe

Sich vorbehaltlos zu freuen fällt manchmal nicht leicht. Da erzählt ein Vater: „Ich stehe am Bett meiner Kinder, lausche den ruhigen Atemzügen und rieche ihren vertrauten Duft. Wie unglaublich schön ist das! Ein Gänsehautgefühl von Glück und Liebe. Aber wie aus dem Nichts breiten sich düstere Fantasien aus, was ihnen alles zustoßen könnte.“ Es ist paradox: Einerseits wünschen wir Menschen uns mehr Freude. Aber andererseits melden sich gerade in Augenblicken großen Glücks oft Befürchtungen zu...

  • 26.03.17
Serien
„Wie rein muss ich gebadet werden?“ Immer perfekt sein zu wollen kann einen unmenschlichen Druck ausüben.
2 Bilder

Ich mit mir. Fastenserie mit Melanie Wolfers | 03
Ich sage JA zu mir

Vor einiger Zeit musste ich ein schwieriges Gespräch führen. Bei einem kontroversen Punkt reagierte ich weder klug noch souverän. Kaum hatte ich den Raum verlassen, überschüttete ich mich mit Selbstvorwürfen: „Du Idiotin! Du lernst wohl nie, dein Temperament zu beherrschen. Mit dir ist einfach nichts anzufangen!“ Als mir deutlich wurde, in welchem Ausmaß ich mich beschimpfte, war ich von mir selbst befremdet. So scharf kritisiere ich niemanden – außer mich selbst. Als ich anderen davon...

  • 19.03.17
Serien
Mit Süßigkeiten lässt sich der saure Alltag besänftigen. Eine Ersatzstrategie.

Ich mit mir. Fastenserie mit Melanie Wolfers | 02
Mein Leben auf der Waage

Im Job ist heute etwas nicht gut gelaufen. Unzufrieden steigt Stefan R. ins Auto, um sein Kind vom Sport abzuholen. Er gerät in einen Stau, und bis er die Turnhalle erreicht, hat sein Kind ihm bereits drei WhatsApp-Nachrichten geschickt: „Wo bleibst du denn?!“ Als Stefan zu Hause ankommt, springt der Hund begeistert an ihm hoch, denn die Runde durch den Park gehört zum Abendprogramm – nur stößt er in seiner Freude die Vase um. Na prima! Nach einem leicht angespannten Essen mit der Familie...

  • 12.03.17
Serien
Die Tür zu einem Leben in Freundschaft mit sich selbst gilt es zu öffnen.
2 Bilder

Ich mit mir. Fastenserie mit Melanie Wolfers | 01
Check-in bei mir

Du hast null Freunde!“ In großen Lettern blinkte mir diese Nachricht entgegen, als ich aus beruflichen Gründen eine Facebookseite eröffnete. Keine erfreuliche Ansage! Doch glücklicherweise schloss sich unmittelbar die Ermutigung an: „Wir helfen dir, Freunde zu finden.“ Ich bin auf dieses Angebot ebenso wenig eingegangen, wie ich der Null-Freunde-Aussage Glauben geschenkt habe. Doch ich begann mich zu fragen: „Melanie, du weißt um Freunde an deiner Seite, auf die du bauen kannst und die sich auf...

  • 05.03.17
Serien
Sr. Melanie Wolfers, SDS., begleitet Sonntagsblatt-Leserinnen und -Leser durch die Fastenzeit.

Ich mit mir. Fastenserie mit Melanie Wolfers | Interview
Ich mit mir

Was veranlasst Sie, über „Freundschaft mit sich selbst“ so intensiv nachzudenken? Sr. Melanie Wolfers: In meiner seelsorgerlichen Tätigkeit mache ich die Erfahrung, dass wir Menschen uns selbst oft im Weg stehen und uns schwertun mit uns selbst. Wir alle haben Eigenschaften, die wir an uns selbst nicht leiden können, und gehen dann oft hart oder abwertend mit uns um. Daher habe ich mich gefragt: Wie können wir besser mit uns selbst klarkommen und Freundschaft schließen mit uns selbst?...

  • 19.02.17
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