Christentum - Ein Reiseführer

Beiträge zum Thema Christentum - Ein Reiseführer

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Die Bergpredigt, Fresco im Markuskloster in Florenz von Fra Angelico (1445).

Christentum - Ein Reiseführer | Etappe 079
Die Ethik der Bibel

Gebote für ein glückliches Leben Der sogenannte Dekalog ist uns in zwei Fassungen überliefert (Ex 20,2–17; Dtn 5,6–21). Die erste Tafel mit den Geboten eins bis drei bezieht sich auf das Verhältnis des Menschen zu Gott und schützt den Monotheismus, die zweite Tafel stellt die Normen für das Zusammenleben der Menschen auf. Das Besondere dieser Gebote ist die Tatsache, dass der Glaube an Gott und das Menschenwohl eine untrennbare Einheit bilden, große Teile der Ethik also im Willen Gottes selbst...

  • 20.04.14
Serien
Eigenes Versagen oder Unvermögen zuzugeben scheint in unserer Leistungsgesellschaft unmittelbar an den Verlust menschlicher und sozialer Anerkennung gekoppelt zu sein.

Christentum - Ein Reiseführer | Etappe 078
Angst und Sucht

Im Teufelskreis Es gibt die Angst vor dem Fremden und Unbekannten, vor Leistungserwartungen und der Möglichkeit, daran zu scheitern, die Angst vor der eigenen beruflichen Zukunft, der Zukunft überhaupt, vor Fortschritt und Technik, Anonymität und Alleinsein. Ist die Reaktion Angst dem Anlass angemessen, kann sie uns durchaus helfen, reale oder vorgestellte Bedrohungen aktiv zu bewältigen. Sie kann uns aber auch lähmen und Weiterentwicklung hemmen. Da, wo sie unangemessen groß ist und eine...

  • 06.04.14
Serien
Wo ökonomische Verzweckung das tradierte Verständnis von Menschenwürde aufzulösen droht, stellt die christliche Botschaft das entscheidende Korrektiv dar.

Christentum - Ein Reiseführer | Etappe 077
Bioethik

Der Mensch – sein eigener Schöpfer? Die Bioethik ist Anfang der 1970er Jahre entstanden, als die traditionelle medizinische Ethik die neuen biotechnischen Forschungen und Entwicklungen nicht mehr ausreichend erfasste. Neu ins Blickfeld gerieten nun ganz neue Eingriffsmöglichkeiten in die Zusammenhänge des Lebens, bei denen Helfen, Heilen, Manipulation und Selektion dicht nebeneinander lagen und bis heute liegen. Genetik und Gentechnik Grundlage der Genetik ist die Erkenntnis, dass der „Bauplan“...

  • 23.03.14
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„Ars moriendi“ nannte man im Mittelalter die bewusste Vorbereitung auf den Tod.

Christentum - Ein Reiseführer | Etappe 076
Das Lebensende

Sterben in Würde Gerade der aufgeklärte Mensch reagiert unsicher auf die Unausweichlichkeit des eigenen wie fremden Sterbenmüssens und wird von beunruhigenden Fragen und Ängsten umgetrieben. Ist der Tod nur eine Leere, die nach dem Leben kommt, oder eine Kategorie des Lebens selbst, die maßgeblich zur Entwicklung und Vollendung des individuellen Personseins dazugehört? Der medizinische Fortschritt und die Möglichkeiten der modernen Intensivmedizin bieten bei der Beantwortung der Fragen um das...

  • 23.02.14
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Christen glauben, dass die absolut zu schützende Menschenwürde von keinen Bedingungen abhängig gemacht werden darf.

Christentum - Ein Reiseführer | Etappe 075
Fragen um den Lebensanfang

Wann beginnt das Leben? Von der Befruchtung an zeichnet sich eine Eizelle durch die Potenzialität, sich als menschliche Person zu entwickeln, und Kontinuität, sich als eben dieses Individuum zu entwickeln, aus. Wenn wir das Menschenrecht auf „Schutz des Lebens“ schon der befruchteten Eizelle im Mutterleib zubilligen, so beruht das nicht auf naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, sondern auf moralischen Vereinbarungen unserer Gesellschaft, die auf klassisch-metaphysische Traditionen anknüpft. In...

  • 09.02.14
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Zu den geistlichen Übungen eines Christen gehört die regelmäßige Erforschung des Gewissens, bei der man den Lauf seines Lebens und Glaubens selbstkritisch überdenkt.

Christentum - Ein Reiseführer | Etappe 074
Die innere Stimme

Das Gewissen Es erscheint vielfach als eine „innere Stimme“ und „inneres Gericht“, welches auch auf unser Befinden Auswirkungen hat: Wir sind „reinen Gewissens“ oder haben ein „schlechtes Gewissen“. Wie sich ein Gewissen durch die Normvorstellungen der Erziehung und Gesellschaft prägt, ist eine ebenso interessante Frage wie die Aspekte, welche die Psychoanalyse zur Theorie des Gewissens beisteuert. Nach Sigmund Freuds Menschenbild ist das Gewissen die Summe des Über-Ichs, eine Instanz, in der...

  • 26.01.14
Serien
Schuld und Sünde sind Begriffe, mit denen viele heute nichts mehr anfangen können.

Christentum - Ein Reiseführer | Etappe 073
Was will christliche Ethik?

Der Anspruch Gottes Die Glaubenswahrheiten, in denen Gott sich – angefangen bei Abraham bis hin zu Christus – offenbart hat, stellen das Fundament des christlichen Glaubens dar, auf dem auch eine christliche Ethik gründet. Die Letztbegründung ethischer Prinzipien in der biblischen Überlieferung zu finden greift tiefer, als sich angesprochen zu fühlen von interessanten Geschichten, die etwa auch durch andere ersetzt werden könnten. Durch die biblischen Überlieferungen wird den gläubigen Christen...

  • 05.01.14
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Eine Fülle an Handlungsmöglichkeiten stellt uns heute vor neue Herausforderungen.

Christentum - Ein Reiseführer | Etappe 072
Wozu Ethik?

Vom richtigen Verhalten Die technischen, wissenschaftlichen und sozialen Errungenschaften der letzten einhundert Jahre haben dem Menschen heute, am Beginn des 3. Jahrtausends, ungeahnte Handlungsmöglichkeiten eröffnet. Jede Möglichkeit stellt uns aber vor Fragen, die sich so noch zu keiner anderen Zeit der Menschheitsgeschichte in vergleichbarer Brisanz und Komplexität gestellt haben und Antworten fordern in Form verantworteter Entscheidungen. Was ist am Ende des Lebens, wenn ein todgeweihter...

  • 15.12.13
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Jugendliche beim Gebet am Theotag im Grazer Priesterseminar.
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Christentum - Ein Reiseführer | Etappe 071
Mit Gott reden

Das Gebet Es meint allgemein eine mit Worten oder mit Handlungen verbundene Anrede eines transzendenten Wesens oder eines Fürsprechers. In den monotheistischen Religionen hat das Gebet eine persönliche und eine auf Kommunikation angelegte Komponente und unterscheidet sich dadurch von fernöstlichen Praktiken der Meditation oder Versenkung. Gebete können im Gottesdienst, in der Gruppe oder allein stattfinden. Sie sind keineswegs auf einen sakralen Raum beschränkt, sondern können als Grundvollzug...

  • 01.12.13
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Zisterziensernovize aus dem Stift Rein.

Christentum - Ein Reiseführer | Etappe 070
Alternativ leben

Orden und Klöster Fast alle großen Religionen kennen Gemeinschaften von Männern oder Frauen, die sich nach Regeln zusammenschließen und ein gemeinschaftliches religiöses Leben führen. Solche Lebensformen sind ein Sonderfall, für die man eine eigene Berufung verspüren muss. Einsiedler, die sich in die Wüste zurückgezogen hatten, um in Abgeschiedenheit in äußerster Einfachheit Gott zu suchen, schlossen sich aus pragmatischen Gründen zu Kolonien zusammen. Ein um 320 vom Mönch Pachomios in...

  • 17.11.13
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Vierbergelauf-Wallfahrt auf dem Magdalensberg in Kärnten.

Christentum - Ein Reiseführer | Etappe 069
Wallfahrten

Wallfahrten und Pilgerwesen „Ich bin dann mal weg“, lautete der Titel des meistverkauften Buches des Jahres 2007. Hape Kerkeling erzählt darin teils flapsig, teils besinnlich von seiner Pilgerreise auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Groß ist die Sehnsucht der Menschen, aufzubrechen, Altes hinter sich zu lassen und neue Wege und Räume zu betreten, um Energie zu tanken und Inspiration und Ruhe zu finden. Man lernt die einfachen Dinge des Lebens neu zu schätzen, vergisst soziale...

  • 03.11.13
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Die Krankensalbung ist ein Sakrament, das mit Missverständnissen behaftet ist.

Christentum - Ein Reiseführer | Etappe 068
Gebet und Stärkung

Die Krankensalbung Gläubige Katholiken haben bei Todesgefahr mit dem Arzt häufig auch den Priester gerufen. Die Krankensalbung hat ihren alttestamentlichen Ursprung unter anderem in den Sühne- und Reinigungsvorschriften des Buches Levitikus und der Salbung mit Öl an dem Kranken (Lev 14,10–31). Krankheit wird von den Propheten im Zusammenhang mit Schuld und Sünde gesehen, für die der Mensch bei Gott um Heilung fleht. Als neutestamentlicher Beleg für die Einsetzung des Sakraments der...

  • 20.10.13
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Am Anfang der Schöpfung aber hat Gott sie als Mann und Frau geschaffen.

Christentum - Ein Reiseführer | Etappe 067
Kirche im Kleinen

Was Gott verbunden hat … Im Zweiten Vatikanischen Konzil heißt es: „Die innige Gemeinschaft des Lebens und der Liebe in der Ehe, vom Schöpfer begründet und mit eigenen Gesetzen geschützt, wird durch den Ehebund, das heißt durch ein unwiderrufliches personales Einverständnis, gestiftet. So entsteht durch den personal freien Akt, in dem sich die Eheleute gegenseitig schenken und annehmen, eine nach göttlicher Ordnung feste Institution, und zwar auch gegenüber der Gesellschaft. … Wie nämlich Gott...

  • 06.10.13
Serien
Die Weihe von Menschen ist ein altes Motiv der Religionsgeschichte.

Christentum - Ein Reiseführer | Etappe 066
Berufung zum Dienst

Die Weihe Die religiöse Praxis der Christen kennt das Zusprechen von Segen über Personen bei Knotenpunkten des Lebens (Brautsegen, Taufsegen, Segen für die Verstorbenen usw.) oder Ereignissen („Gesegnetes Fest“, „Gesegnete Mahlzeit“ u. Ä.). Im katholischen Brauchtum werden auch Häuser, Gegenstände, Tiere und Pflanzen gesegnet. Jeder Christ kann durch das Kreuzzeichen Lebewesen oder Sachen segnen, um sie damit dem Schutz Gottes in besonderer Weise zu empfehlen. Im Volksbrauchtum schleicht sich...

  • 22.09.13
Serien
Die Form der privaten Beichte bei einem Priester wurde rasch angenommen.

Christentum - Ein Reiseführer | Etappe 065
Umkehr – Neuanfang

Buße und Versöhnung Die Texte des Alten Testaments erzählen an vielen Stellen von kultischer Buße zu bestimmten Zeiten und mit bestimmten Praktiken, etwa Fasten, Sack und Asche tragen, Klagen usw. Auch im Falle konkreter Bedrohung durch Seuchen und Kriegsgefahr werden Bußriten eingesetzt. Deutliche Kritik an der Veräußerlichung vieler Bußpraktiken üben die Propheten, die zu radikaler Umkehr des Herzens in Wort und Tat aufrufen. Im Neuen Testament ruft Johannes der Täufer in Erwartung eines...

  • 08.09.13
Serien
Firmung kommt vom lateinischen „confirmare“, was stärken oder kräftigen bedeutet.

Christentum - Ein Reiseführer | Etappe 064
Mit Geist gestärkt

Die Firmung Die Firmung ist gemäß dem katholischen und orthodoxen Verständnis mit Taufe und Eucharistie das dritte Sakrament der Eingliederung in die Kirchengemeinschaft. Die Apostelgeschichte berichtet: „Als die Apostel in Jerusalem hörten, dass Samarien das Wort Gottes angenommen hatte, schickten sie Petrus und Johannes dorthin. Diese zogen hinab und beteten für sie, sie möchten den Heiligen Geist empfangen. Denn er war noch auf keinen von ihnen herabgekommen; sie waren nur auf den Namen...

  • 25.08.13
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Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis!

Christentum - Ein Reiseführer | Etappe 063
Mitte des Glaubens

Die Eucharistie Die Eucharistie, auch Abendmahl, Herrenmahl oder Altarsakrament genannt, ist die zentrale Handlung des Gottesdienstes, die an Jesu Tod und Auferstehung erinnert und diese gegenwärtig setzt. Auf geheimnisvolle Weise wandeln sich Brot und Wein zu Leib und Blut Christi. Die Einsetzung der Eucharistie geht auf das letzte Abendmahl Jesu am Vorabend seines Todes (Gründonnerstag) mit seinen Jüngern zurück. Parallelen hat die Abendmahlsfeier Jesu mit der Opferfeier der Führer der...

  • 11.08.13
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Bad der Wiedergeburt und der Erneuerung im Heiligen Geist.
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Christentum - Ein Reiseführer | Etappe 062
Ursakrament Taufe

Eintauchen in das Leben Der zentrale Ritus ist das Eintauchen im oder Übergießen mit Wasser: Der Täufling wird in Sterben und Auferstehung Christi eingetaucht und wird in einer neuen Wirklichkeit wiedergeboren. Der Titusbrief spricht von einem „Bad der Wiedergeburt und der Erneuerung im Heiligen Geist“ (Tit 3,5). Im religionsgeschichtlichen Vergleich sind ähnliche Riten häufig anzutreffen: sakrale Reinigungsbäder, heilige Flüsse, Besprengen mit Wasser und Ähnliches. Auch im Alten Bund gibt es...

  • 28.07.13
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Sakramente, Zeichen der Nähe Gottes und seines Heils (Bild: Kurt Zisler).

Christentum - Ein Reiseführer | Etappe 061
Zeichen des Heils

Sakramente Solche Zeichen stiften oft eine besondere Form von Verbundenheit. Häufig sind es ganz banale Dinge, die uns aus irgendeinem Grund wichtig geworden sind. Ein Brief, ein Zettel, ein Stein, den wir irgendwo mitgenommen haben. Niemand außer uns selber kann die Bedeutung ermessen. Der lateinamerikanische Theologe Leonardo Boff hat dies an einem berühmt gewordenen Beispiel verdeutlicht. Er erzählt von einem Schatz, den er sorgsam in einem Kästchen verwahrt. Es ist der Stummel der letzten...

  • 14.07.13
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Johannes Paul II. besuchte im Rahmen seiner vielen Pastoralreisen dreimal Österreich.
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Christentum - Ein Reiseführer | Etappe 060
Identität bewahren

Nach dem Tod Papst Pauls VI. 1978 und dem dreiunddreißig Tage dauernden Pontifikat des lächelnden Johannes Paul I. begann mit Johannes Paul II. eine außerordentlich vielseitige und fruchtbare Epoche der gegenwärtigen Kirche. Schon das Konklave, die Versammlung der zur Papstwahl berechtigten 120 Kardinäle unter 80 Jahren, hatte gezeigt, wie sehr sich das Gesicht der Kirche verändert hatte: Aus allen Kontinenten kamen die Kirchenführer unterschiedlichster ethnischer Abstammung und Hautfarbe in...

  • 30.06.13
Serien
Papst Paul VI. führt das Konzil nach dem Tod von Johannes XXIII. zu einem guten Ende.

Christentum - Ein Reiseführer | Etappe 059
Dienst des Friedens

Krisen und Aufbrüche der Folgezeit Mit dieser ersten Auslandsreise eines Papstes seit 150 Jahren war faktisch auch der Staat Israel anerkannt. Wie sein Vorgänger Johannes XXIII. stellt sich auch Papst Paul VI. in den Dienst des Friedens. Seine Rede vor den Vereinten Nationen 1965 gehört inmitten des Kalten Krieges zu den wichtigsten Friedensappellen des 20. Jahrhunderts. Enttäuschung unter weiten Teilen der konziliaren Kirche löst der Papst hingegen mit seiner Enzyklika „Humanae vitae“ „Über...

  • 16.06.13
Serien
Die Weltkriege des 20. Jahrhunderts haben viele Kirchen und die Gemeinschaft der Kirche schwer beschädigt. Gleichzeitig „erwacht die Kirche in den Seelen“.

Christentum - Ein Reiseführer | Etappe 058
Ins 20. Jahrhundert

Zwischen den Weltkriegen In Deutschland gewährte die Weimarer Verfassung den großen Religionsgemeinschaften den bis heute gültigen Status einer „Körperschaft des öffentlichen Rechts“. Die Kirchen dürfen vom Staat einzuziehende Steuern erheben, der Religionsunterricht wird unter kirchlicher Aufsicht in der öffentlichen Schule erteilt und vom Staat besoldet, an den Universitäten werden staatliche theologische Fakultäten eingerichtet usw. Der Religionsphilosoph Romano Guardini wurde zum...

  • 02.06.13
Serien
Das I. Vatikanische Konzil begann 1869 und wurde 1870 auf unbestimmte Zeit vertagt.

Christentum - Ein Reiseführer | Etappe 057
Rückzugsstrategien

Erstes Vatikanisches Konzil Die Interessen der Kirche kollidierten mit dem sich ausweitenden Herrschaftsanspruch des Staates, der die Führungsrolle der Kirche übernahm. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts befindet sich der Katholizismus in Frontstellung zur modernen Welt. Gegenüber der Vernunft betonte man die Autorität der göttlichen Offenbarung und des Lehramtes, gegenüber der Demokratie die ständestaatliche Ordnung, gegenüber modernen Wissenschaften die mittelalterliche Philosophie...

  • 19.05.13
Serien
Napoleon Bonaparte krönt sich in Gegenwart des Papstes selbst zum Kaiser.

Christentum - Ein Reiseführer | Etappe 056
Barock und Aufklärung

Im Zeitalter des Barock begannen die Bemühungen der Gegenreformation Früchte zu tragen. Sapere aude Die innerkirchliche Lage hatte sich stabilisiert und eine reiche Volksfrömmigkeit hervorgebracht. Vor allem aber zeigten die Bauwerke des Barock eine bis heute faszinierende Sinnlichkeit und große Lebensfreude. Nie wieder wurde ein derartiger Aufwand bei der Ausgestaltung sakraler Bauten betrieben wie in dieser Zeit. Riesige Gemälde, prachtvoll gestaltete Decken, goldene Hochaltäre mit...

  • 05.05.13
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