29. Sonntag im Jahreskreis | 18. Oktober 2026
Meditation

Eins in Christus

An diesem Weltmissionssonntag danken wir Gott für die reichen Früchte, die er der Kirche geschenkt hat, seitdem Papst Pius XI. diese alljährliche Feier vor 100 Jahren ins Leben gerufen hat. Er wünschte sich, dass dieser Tag in jeder Pfarrei das Verständnis für die Bedeutung missionarischen Wirkens vertiefen, das Gebet für die Evangelisierung bestärken, die missionarische Berufung fördern und die Arbeit der Päpstlichen Missionswerke unterstützen möge.

In der Tat hat die Umsetzung dieses Ziels in meinem Leben Früchte getragen. Wenn ich auf meine Jugend zurückblicke, kann ich erkennen, wie die Gebete auf geheimnisvolle Weise dazu beigetragen haben, mein Herz darauf vorzubereiten, den Ruf Jesu zu hören, ihm als Augustinermissionar zu folgen. Darüber hinaus haben die Gebete und Spenden der Gläubigen meine missionarische Tätigkeit in Peru – und auch die unzähliger anderer auf der ganzen Welt – bestärkt und gestützt. Deshalb möchte ich allen, die den Weltmissionssonntag im Laufe der Jahre unterstützt haben, von Herzen meinen Dank aussprechen.

Während des hundertsten Jubiläums lädt uns das gegenwärtige Thema „Eins in Christus, vereint in der Mission“ dazu ein, über die grundlegende Aufgabe nachzudenken, die Einheit der Kirche in der Nachfolge Christi zu fördern, insbesondere hinsichtlich unserer Verpflichtung und Verantwortung, allen Menschen die frohe Botschaft der Erlösung zu verkünden.

Tatsächlich wird jeder von uns durch die Taufe zu einem Glied am Leib Christi und hat eine einzigartige Aufgabe, zum Heilswerk Jesu beizutragen. Unser Herr ruft uns auf, mit Hilfe des Heiligen Geistes als eine Familie zusammenzuarbeiten, um alle Menschen an allen Orten zur Gemeinschaft im Glauben an Christus zu führen.

Ich bekräftige daher: Setzen wir uns alle, jeder entsprechend seiner Berufung und den empfangenen Gaben, für den großen Auftrag der Evangelisierung ein, die immer ein Werk der Liebe ist. Eure Gebete und eure konkrete Unterstützung werden eine große Hilfe sein, um das Evangelium der Liebe Gottes allen Menschen zu bringen, gerade den Ärmsten und Bedürftigsten.

Papst Leo XIV. zum Weltmissionssonntag

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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