4. Sonntag im Jahreskreis | 1. Februar 2026
Meditation
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Kerze sein
Kerzenschein lässt Augen strahlen – das war in Kindertagen so und ist für mich auch als Erwachsene nicht anders. Wo immer Kerzendochte brennen, dort kommt Verheißung in mir auf: Herbeisehnen von Weihnachten, der Zauber einer Osternacht, Vorfreude auf ein Stück Geburtstagstorte, und selbst der Schein der Kerze bei der Totenwacht macht still und strömt Versöhnung aus für mich.
Kerzen haben stets Saison. Im Beisammensein werden sie ebenso entzündet wie in ruhigen Minuten, allein daheim. Weder Glühbirnen verdrängen sie, noch LED-Lampen. Vielleicht auch deshalb, weil Flammen von Lichtspendern aus Parrafin und Bienenwachs oft dem Verhalten von uns Menschen gleichen: mal leicht entflammt und aufgeregt, dann wieder klein und fast am Ausgehen. Und so wie wir, vermag es auch die noch so kleinste Kerze, die Dunkelheit aufzuhellen und zu wärmen.
Anna Maria Steiner
Candle in the Wind
Ich tue mir sehr schwer
mit Vertrauen
und damit, Halt anzunehmen.
Viele Dinge, die ich nie hatte,
nicht kannte ...
Wie fühlt sich Halt an?
Wie Geborgenheit?
Ein Sich-Fallenlassen?
Ich stehe da wie eine Kerze,
die leuchtet,
und Licht gibt und scheint.
Obwohl sie alleine dasteht.
Dafür bekam sie ihr Leuchten mit!
„Das Licht ist warm!“, sagt die Kerze.
Heidemarie Ithaler-Muster
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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