17. Sonntag im Jahreskreis | 27. Juli 2025
Meditation
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In Gott geborgen
Dieser Vers (siehe Zitat oben) hat für mich eine besondere Bedeutung, da wir ihn als Taufspruch für unsere Tochter ausgewählt haben. Er ist auf ihrer Taufkerze verewigt, und jedes Jahr an ihrem Geburtstag entzünden wir die Kerze erneut. Dabei denken wir an das Ereignis zurück und lassen die schönen Erinnerungen aufleben. Dieses Ritual kenne ich bereits aus meiner eigenen Kindheit, und es freut mich, es nun an unsere Kinder weiterzugeben. Für uns symbolisiert dieser Vers auf wunderbare Weise Gottes Schutz und Nähe – all das, was wir uns von ganzem Herzen für sie wünschen.
Seitdem begleiten mich diese Worte immer wieder. Sie erinnern mich daran, dass Gott nicht nur über jeden Einzelnen von uns wacht, sondern auch über unsere Familie und unseren gemeinsamen Lebensweg. Wie jede Familie stehen auch wir immer wieder vor Herausforderungen – sei es in der Erziehung unserer Kinder, bei der Bewältigung von Krisen oder im alltäglichen Miteinander. Doch genauso erleben wir unzählige Momente des Glücks, es beim gemeinsamen Lachen, Feiern oder einfach beim Zusammensein. In all diesen Momenten ist Gott stets an unserer Seite und darauf dürfen wir vertrauen. So können wir als Familie zusammenwachsen und die Höhen und Tiefen des Lebens gemeinsam meistern.
In unserer schnelllebigen Zeit, geprägt von ständiger Erreichbarkeit und einer Flut an Informationen, fühlen wir uns oft überfordert. Doch gerade in dieser Unruhe können wir uns von Gott führen lassen, um inmitten der Hektik inneren Frieden finden. Mein Glaube an Gott ist für mich ein Anker, der mir die Hoffnung schenkt, dass weder ich noch meine Familie je wirklich allein sind. In seiner Liebe, Fürsorge und Geborgenheit finde ich Halt. Genau diesen Glauben und dieses Gefühl von „Getragensein“ möchte ich auch unseren Kindern mit auf den Weg geben.
Gerade in turbulenten Zeiten wie diesen, in denen politische Spannungen, Wirtschaftskrisen und Kriege unser Leben beeinflussen, schenkt mir Gott die Zuversicht, positiv und hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken. So ist dieser Vers für mich nicht „nur“ ein Taufspruch, sondern ein stiller Begleiter auf all den Wegen, die noch vor uns liegen.
Theresa Fritz, Pfarre Graz-Salvator
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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