3. Sonntag der Osterzeit | 26.4.2020
Liturgische Texte

Lesung, Evangelium zum 3 .Sonntag der Osterzeit, 26.April

1. Lesung (Apg 2,14.22b-33)

14




Am Pfingsttag trat Petrus auf,
zusammen mit den Elf;
er erhob seine Stimme und begann zu reden:
Ihr Juden und alle Bewohner von Jerusalem!
Dies sollt ihr wissen,
achtet auf meine Worte!

22b


Jesus, den Nazoräer,
   einen Mann, den Gott vor euch beglaubigt hat
   durch Machttaten, Wunder und Zeichen,
   die er durch ihn in eurer Mitte getan hat, wie ihr selbst wisst -
23


ihn, der nach Gottes beschlossenem Willen und Vorauswissen
   hingegeben wurde,
   habt ihr durch die Hand von Gesetzlosen
   ans Kreuz geschlagen und umgebracht.

24

Gott aber hat ihn von den Wehen des Todes befreit
   und auferweckt;
denn es war unmöglich, dass er vom Tod festgehalten wurde.
25

David nämlich sagt über ihn:

   Ich hatte den Herrn beständig vor Augen.
Denn er steht mir zur Rechten, dass ich nicht wanke.
26

Darum freute sich mein Herz
   und frohlockte meine Zunge
und auch mein Leib wird in Hoffnung wohnen;
27
denn du gibst meine Seele nicht der Unterwelt preis,
   noch lässt du deinen Frommen die Verwesung schauen.
28
Du hast mir die Wege zum Leben gezeigt,
du wirst mich erfüllen mit Freude vor deinem Angesicht.

29


Brüder,
ich darf freimütig zu euch über den Patriarchen David reden:
Er starb und wurde begraben
und sein Grabmal ist bei uns erhalten bis auf den heutigen Tag.
30

Da er ein Prophet war
   und wusste, dass Gott ihm einen Eid geschworen hatte,
   einer von seinen Nachkommen werde auf seinem Thron sitzen,
31

   sagte er vorausschauend über die Auferstehung des Christus:
Er gab ihn nicht der Unterwelt preis
und sein Leib schaute die Verwesung nicht.
32
Diesen Jesus hat Gott auferweckt,
   dafür sind wir alle Zeugen.
33


Zur Rechten Gottes erhöht,
   hat er vom Vater den verheißenen Heiligen Geist empfangen
   und ihn ausgegossen,
   wie ihr seht und hört.

2. Lesung (1 Petr 1,17-21)


17


Schwestern und Brüder!
Wenn ihr den als Vater anruft,
   der jeden ohne Ansehen der Person nach seinem Tun beurteilt,
   dann führt auch, solange ihr in der Fremde seid,
   ein Leben in Gottesfurcht!

18



Ihr wisst,
   dass ihr aus eurer nichtigen,
   von den Vätern ererbten Lebensweise
   nicht um einen vergänglichen Preis losgekauft wurdet,
nicht um Silber oder Gold,
19
sondern mit dem kostbaren Blut Christi,
   des Lammes ohne Fehl und Makel.
20
Er war schon vor Grundlegung der Welt dazu ausersehen
und euretwegen ist er am Ende der Zeiten erschienen.

21



Durch ihn seid ihr zum Glauben an Gott gekommen,
der ihn von den Toten auferweckt
   und ihm die Herrlichkeit gegeben hat,
sodass ihr an Gott glauben
   und auf ihn hoffen könnt.

Evangelium (Lk 24,13-35)

13


Am ersten Tag der Woche
   waren zwei von den Jüngern Jesu
   auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus,
   das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist.
14Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte.
15

Und es geschah:
Während sie redeten und ihre Gedanken austauschten,
   kam Jesus selbst hinzu und ging mit ihnen.
16
Doch ihre Augen waren gehalten,
sodass sie ihn nicht erkannten.
17

Er fragte sie: Was sind das für Dinge,
   über die ihr auf eurem Weg miteinander redet?

Da blieben sie traurig stehen
18


und der eine von ihnen - er hieß Kléopas - antwortete ihm:
   Bist du so fremd in Jerusalem,
   dass du als Einziger nicht weißt,
   was in diesen Tagen dort geschehen ist?
19


Er fragte sie: Was denn?

Sie antworteten ihm: Das mit Jesus aus Nazaret.
Er war ein Prophet,
mächtig in Tat und Wort vor Gott und dem ganzen Volk.
20
Doch unsere Hohepriester und Führer
   haben ihn zum Tod verurteilen und ans Kreuz schlagen lassen.
21


Wir aber hatten gehofft,
   dass er der sei, der Israel erlösen werde.
Und dazu ist heute schon der dritte Tag,
   seitdem das alles geschehen ist.

22

Doch auch einige Frauen aus unserem Kreis
   haben uns in große Aufregung versetzt.
Sie waren in der Frühe beim Grab,
23


   fanden aber seinen Leichnam nicht.
Als sie zurückkamen,
   erzählten sie, es seien ihnen Engel erschienen
und hätten gesagt, er lebe.
24

Einige von uns gingen dann zum Grab
   und fanden alles so, wie die Frauen gesagt hatten;
ihn selbst aber sahen sie nicht.

25

Da sagte er zu ihnen: Ihr Unverständigen,
   deren Herz zu träge ist,
   um alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben.
26
Musste nicht der Christus das erleiden
   und so in seine Herrlichkeit gelangen?
27

Und er legte ihnen dar,
   ausgehend von Mose und allen Propheten,
   was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht.

28
So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren.
Jesus tat, als wolle er weitergehen,
29



aber sie drängten ihn
und sagten: Bleibe bei uns;
denn es wird Abend,
der Tag hat sich schon geneigt!
Da ging er mit hinein, um bei ihnen zu bleiben.
30



Und es geschah:
Als er mit ihnen bei Tisch war,
   nahm er das Brot,
sprach den Lobpreis,
brach es und gab es ihnen.
31

Da wurden ihre Augen aufgetan
und sie erkannten ihn;
und er entschwand ihren Blicken.
32


Und sie sagten zueinander:
   Brannte nicht unser Herz in uns,
   als er unterwegs mit uns redete
   und uns den Sinn der Schriften eröffnete?

33

Noch in derselben Stunde brachen sie auf
   und kehrten nach Jerusalem zurück
und sie fanden die Elf und die mit ihnen versammelt waren.
34

Diese sagten:
   Der Herr ist wirklich auferstanden
und ist dem Simon erschienen.
35


Da erzählten auch sie,
   was sie unterwegs erlebt
   und wie sie ihn erkannt hatten,
   als er das Brot brach.

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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