6. Sonntag der Osterzeit | 25. Mai 2025
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Zuversicht ermöglicht Zukunft
Beim Festgottesdienst zur Amtseinführung des neuen Papstes auf dem prall gefüllten Petersplatz in Rom erklärte Leo XIV. in der Predigt, dass die Kardinäle im Konklave den Wunsch, einen Hirten zu wählen, der „den Blick weit in die Zukunft richten kann, um den Fragen, Sorgen und Herausforderungen der heutigen Zeit zu begegnen“, in Gottes Hände gelegt hätten. Dabei sei er „ohne jegliches Verdienst ausgewählt“ worden und komme „zu euch als ein Bruder, der sich zum Diener eures Glaubens und eurer Freude machen und mit euch auf dem Weg der Liebe Gottes wandeln möchte, der möchte, dass wir alle eine einzige Familie sind“.
Die bescheidenen Worte lassen ein ambitioniertes und verheißungsvolles Programm durchschimmern, das deutlich am Vermächtnis Jesu Maß nimmt. Beim Abendmahl wünscht Jesus den Jüngern ein festes Herz und einen Geist der Unverzagtheit. Beides hat die Welt heute dringend nötig.
Nur wer Zuversicht hat, kann mutig und mit Weitblick handeln, um entgegen aller Verunsicherung und Resignation Zukunft zu ermöglichen. Wer von der Liebe Jesu erfüllt ist, kann den Geist des Friedens und der Geschwisterlichkeit verbreiten und Freude stiften.
Alfred Jokesch
alfred.jokesch@sonntagsblatt.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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