3. Sonntag der Osterzeit | 4. Mai 2025
Kommentar
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Wie kann ich in die Freude kommen?
In Situationen der Trostlosigkeit und Verzweiflung, nach traumatischen Erlebnissen oder schweren Verlusterfahrungen ist dies häufig zu beobachten: Man fällt zurück in alte Muster, in Verhaltensweisen einer früheren Entwicklungsphase, in vertraute Strukturen und Tätigkeiten, die Halt und Sicherheit versprechen. Trotzdem bleibt eine tiefe innere Leere, es kommt keine Freude auf und es will nichts gelingen.
Nach dem Tod Jesu wird genau das bei den Jüngern beschrieben. Sie kehren in ihre frühere Heimat zurück, wollen bei dem anknüpfen, was ihr Lebensinhalt war, bevor Jesus sie in seine Nachfolge gerufen hat, und gehen – wohl, um sich abzulenken – fischen. Ihr großer Traum ist zerplatzt wie eine Seifenblase, jetzt sehnen sie sich danach, festen Boden unter die Füße zu bekommen. Doch die Netze bleiben so leer, wie es sich in ihren Herzen anfühlt.
Das ändert sich schlagartig durch die Begegnung mit dem Auferstandenen. Die Nacht weicht der Morgendämmerung, die Traurigkeit der Freude, die Verzweiflung einem neuen Mut, der Petrus sogleich ins kalte Wasser springen lässt, und die Leere einer überreichen Fülle. Die lebendige Gegenwart Jesu lässt uns in die Freude kommen.
Alfred Jokesch
alfred.jokesch@sonntagsblatt.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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