6. Sonntag im Jahreskreis | 16. Februar 2025
Kommentar
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Wo liegen Glück und Weh?
Was von den Koalitionsverhandlungen bisher an die Öffentlichkeit gesickert ist, lässt wenig Ambitionen erkennen, die großen Zukunftsfragen couragiert anzupacken. Die angekündigten Neuerungen wirken eher retro als innovativ. So sollen etwa die mühsam in Gang gebrachten Maßnahmen zum Erreichen der Klimaziele gleich wieder über Bord geworfen werden.
Jesus legt in den Seligpreisungen sein Programm für eine gute und erfüllende Lebensgestaltung vor, also gleichsam die Regierungserklärung für das Reich Gottes. Die Akzente, die er setzt, entsprechen nicht unbedingt dem, was man als Weg zur Glückseligkeit erwartet und was in Selbstoptimierungsratgebern empfohlen wird. Glück und Weh sind bei ihm ganz anders verteilt.
Der Prophet Jeremia warnt davor, Glück und Erfüllung von Ansehen und Anerkennung durch Menschen abhängig zu machen. Denn das kann schnell versiegen und zum Fluch werden. Wer hingegen fest in der Liebe Gottes verwurzelt ist, hat Kontakt zu den wirklichen Lebensquellen.
Dann ist es auch möglich, die eigene Armut anzuerkennen und sich mit offenem Herzen freimütig den Armen, Hungernden und Trauernden zuzuwenden.
Alfred Jokesch
alfred.jokesch@sonntagsblatt.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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