18. Sonntag im Jahreskreis | 2. August 2026
Kommentar - Bibel und Leben
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Nahrung für Leib und Seele
Die abenteuerliche Irrfahrt des griechischen Sagenhelden Odysseus kann momentan im Kino miterlebt werden. All die Prüfungen während der zehnjährigen Odyssee können wir als Prozess der Aufarbeitung des Traumas begreifen, das er im Trojanischen Krieg erlitten hat. Durch Klugheit, Mut und Entschlossenheit kann er die Anfechtungen überstehen und schließlich geläutert heimkehren.
Die Nachricht von der Enthauptung des Täufers Johannes muss für Jesus ein schweres Trauma gewesen sein. Er sucht die Einsamkeit, um es zu verarbeiten, und wird dabei wohl auch überlegt haben, welche Konsequenzen dieser brutale Gewaltakt für ihn selbst, seinen Weg und seine Botschaft haben könnte.
Keine Option ist es für Jesus, von der Verkündigung seines Vatergottes, der sich den Menschen barmherzig und heilsam zuwendet, abzurücken. Jemanden wegzuschicken, der sich nach dem Wort des Lebens und nach Heilung sehnt, kommt für ihn nicht in Frage.
Und weil im Menschen die geistige und die körperliche Dimension untrennbar verbunden sind, sorgt Jesus dafür, dass Leib und Seele Nahrung bekommen. In beiderlei Sinne gibt er auch uns den Auftrag: Gebt ihr ihnen zu essen!
Alfred Jokesch
alfred.jokesch@sonntagsblatt.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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