2. Sonntag der Osterzeit - 12. April 2026
Kommentar - Bibel und Leben
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Das Osterwunder begreifen
Wie können Wege zum Frieden gefunden werden? Angesichts aktueller geopolitischer Brandherde ein schier aussichtsloses Unterfangen. Dafür wird uns Tag für Tag vorexerziert, was keinen Frieden bringt, nämlich Allmachtsfantasien, Gewalteskalationen, Drohgebärden, Demütigungen und Beleidigungen.
All dem war auch Jesus ausgesetzt, und seine Friedensmission, die auf jegliche erniedrigende und gewaltvolle Verhaltensweise verzichtet hat, endete tragisch am Kreuz. Seine Jünger verkrochen sich aus Angst, dass ihnen Gleiches blühen könnte, und aus Scham, weil sie Jesus im Stich gelassen haben.
Und dann erleben sie ein mehrfaches Osterwunder: Der Geschmähte, Gefolterte und Ermordete steht leibhaft und lebendig mitten unter ihnen. Ein Wunder ist auch, dass die Wirklichkeit der Auferstehung bis zu den eingebunkerten Jüngern durchdringen kann, dass Jesus ihnen nach allem, was geschehen ist, Frieden zuspricht, statt Rache und Vergeltung zu beschwören, und dass er ohne Vorwurf und ohne Angst seine Wunden herzeigen kann.
Die Begegnung mit dem Auferstandenen hilft uns zu begreifen, was Verwundungen heilen und Wege zum Frieden auftun kann.
Alfred Jokesch
alfred.jokesch@sonntagsblatt.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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