Kommentar - Bibel und Leben
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Nicht gleichgültig, sondern wachsam
Von großer Not und düsteren, unheilvollen Ereignissen spricht Jesus am Ölberg zu seinen Jüngern. Heute fühlen sich diese apokalyptischen Ankündigungen unheimlich real an. Angesichts der vielfältigen und sich gegenseitig verstärkenden Krisenerscheinungen unserer Zeit reagieren Menschen in unterschiedlicher Weise.
Die einen erstarren vor Angst, empfinden Ohnmacht und Überforderung, weil die Krisen durch das eigene Handeln nicht abwendbar sind. Andere verfallen in Gleichgültigkeit oder fatalistische Resignation, weil es für rettende Maßnahmen längst zu spät sei. Wieder andere betreiben Realitätsverweigerung und trösten sich mit der Annahme, so schlimm werde es schon nicht kommen.
Die Haltung, die uns Jesus ans Herz legt, ist Wachsamkeit. Er verweist auf Noach, der nicht ahnungslos war, sondern sich durch einen wachen Blick und eine hohe Sensibilität für die Vorgänge in der Welt auszeichnete. Wer wachsam ist, wird auch den kommenden Christus nicht übersehen oder ignorieren. Er kommt zu unerwarteter Stunde. Es ist wohl so aufzufassen, dass Jesus uns in jedem Menschen begegnet und in jedem Augenblick in unser Leben kommen will.
Alfred Jokesch
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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