23. Sonntag im Jahreskreis | 7. September 2025
Kommentar - Bibel und Leben
- hochgeladen von SONNTAGSBLATT Redaktion
Nachfolge ist nicht niederschwellig
Bei Studien, in denen Menschen gefragt werden, was ihnen für das Lebensglück wichtig ist, rangieren meistens Familie, Freizeit und Gesundheit ganz weit oben. Auch Beruf und Karriere haben eine hohe Priorität. Glaube und Religion hingegen sind meistens eher im unteren Bereich vertreten.
Für die Jüngerschaft Jesu kommt demnach ein großer Teil der Menschen nicht in Frage. Die Familie kommt bei ihm ganz schlecht weg, auch Besitz und Wohlstand sind klare Ausschließungskriterien. Das klingt sehr hart und alles andere als einladend. Niederschwelligkeit, wie sie heute oft in der Kirche eingefordert wird, sieht wahrlich anders aus.
Jesus macht den Menschen nichts vor und gibt ihnen gleich zu verstehen, dass der Weg mit ihm, ein Leben auf dem Fundament des Evangeliums, ihnen alles abverlangen wird. Wer ihn einschlägt, muss damit rechnen, dass seine Pläne durchkreuzt werden.
Ein solcher Schritt will gründlich überlegt werden. Kann ich auch Widerstände,
Entbehrungen oder Anfeindungen aushalten, ohne gleich umzukippen? Hat mein Glaube Standfestigkeit? Welche Bindungen – materielle oder familiäre – halten mich davor zurück, alles auf ein Leben mit Jesus zu setzen?
Alfred Jokesch
alfred.jokesch@sonntagsblatt.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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