Seelsorgeräume vorgestellt - SR Rein
Zusammen wachsen

Dem SR-Führungsteam ist es ein Anliegen, den Teamgeist zu stärken und sich auch als Arbeitsteam gut weiterzuentwickeln. Im Bild einige Mitglieder des Pastoral-Teams: 1. Reihe v. r.: HBV Johannes Huber, HBP Gundula Handler, SL Pater Paulus Kamper, Pfarrsekretär Paul Holzer, Vikar P. Joseph Krčmar, Pastoralpraktikant Matthias Singer. 2. Reihe v. r.: Diakon Pater Thomas Friedmann, Engagementförderer Josef Opetnik, Jugendsozialpädagoge Josip Kljajic und die Pfarrsekretärinnen Renate Kainz und Nicole Magg. Alle hauptamtlichen MitarbeiterInnen finden Sie in der Spalte rechts.
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  • Dem SR-Führungsteam ist es ein Anliegen, den Teamgeist zu stärken und sich auch als Arbeitsteam gut weiterzuentwickeln. Im Bild einige Mitglieder des Pastoral-Teams: 1. Reihe v. r.: HBV Johannes Huber, HBP Gundula Handler, SL Pater Paulus Kamper, Pfarrsekretär Paul Holzer, Vikar P. Joseph Krčmar, Pastoralpraktikant Matthias Singer. 2. Reihe v. r.: Diakon Pater Thomas Friedmann, Engagementförderer Josef Opetnik, Jugendsozialpädagoge Josip Kljajic und die Pfarrsekretärinnen Renate Kainz und Nicole Magg. Alle hauptamtlichen MitarbeiterInnen finden Sie in der Spalte rechts.
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Im Seelsorgeraum Rein wird bereits viel gemeinsam gedacht, organisiert und gestaltet. Gute Begleitung soll die Freude am ehrenamtlichen Engagement auch für die Zukunft sichern.

Euren SR aus der Luft betrachtet – was sticht sofort ins Auge?
Pater Paulus Kamper, Seelsorgeraum-Leiter: Da ist die rechte Seite des Murtals nördlich von Graz mit den Pfarren Straßengel, Gratwein und Rein. Hier wohnt mehr als die Hälfte der EinwohnerInnen in Siedlungen aber auch im bäuerlich geprägten Hinterland. Das Zisterzienserstift Rein ist nicht nur ein Kloster, sondern auch Herberge des von 700 SchülerInnen besuchten Bundesrealgymnasiums. Das Stift ist Begegnungsstätte von Tourismus und Kultur. Es ist ein starker Mittelpunkt des SR und gibt ihm auch den Namen. Blickt man vom Pleschkogel in den Westen sieht man St. Oswald/Plankenwarth und das Liebochtal mit den Pfarren St. Pankrazen, Stiwoll, St. Bartholomä und Hitzendorf. Es sind bäuerlich strukturierte Pfarren mit vielen PendlerInnen ins Murtal, nach Graz oder Voitsberg. Ein Mittelpunkt hier ist Hitzendorf mit der Neuen Mittelschule, medizinischen Angeboten, Sportmöglichkeiten, dem Caritas-Pflegeheim und der guten öffentlichen Verkehrsverbindung nach Graz.

Was sind eure inhaltlichen Schwerpunkte?
P. Paulus: Da alle Priester Mönche des Stiftes sind, war es möglich, dass ich als SR-Leiter Pfarrer aller Pfarren bin und meine Mitbrüder als Vikare bzw. Diakon wirken. Allerdings stellte sich bald heraus, dass es in jeder Pfarre eine Ansprechperson für Sakramentspendung und Begräbnisse braucht. Dies hat sich bewährt. Als Pfarrer versuche ich alle zwei Monate in jeder Pfarre einen Sonntagsgottesdienst zu feiern. Zugleich bilden wir Wort-Gottes-Feier-LeiterInnen aus. So gibt es eine Vielfalt an Gottesdiensten.
Als erste Maßnahme haben wir ein SR-Blatt mit einer Auflage von 10.000 Stück geschaffen. Mit Hilfe des diözesanen Prozessbereiches Kommunikation und unter Mitwirkung Ehrenamtlicher aus allen Pfarren haben wir ein breites Redaktionsteam, das die Ausgaben plant. Ebenso arbeiten wir ständig daran, die Website aktuell zu halten. Offen ist noch eine stärkere Präsenz in sozialen Medien.

Wie war der Prozess der SR-Werdung und gibt es gemeinsame Angebote?
Gundula Handler, Handlungsbevollmächtigte für Pastoral: Obwohl die Startphase unseres SR stark von der Pandemie geprägt war, entwickelten sich bald in unterschiedlichen Bereichen unseres pastoralen Miteinanders gemeinsame Schwerpunkte: Ein gemeinsames Firmvorbereitungskonzept, das Leben und die Entfaltung liturgischer Vielfalt verbunden mit der Stärkung der Wort-Gottes-Feier-LeiterInnen, Entwicklung einer Trauerpastoral, ein gemeinsames Seelsorgeraumblatt mit ehrenamtlichen MitarbeiterInnen aus allen Pfarren, Schwerpunktsetzungen in der Jugendpastoral und Engagementförderung werden von den BewohnerInnen unseres SR gerne angenommen.

All diese Aktivitäten und Projekte zeigen, dass viele Ehrenamtliche in unserem SR ihren christlichen Glauben auf unterschiedliche Art und Weise zum Ausdruck bringen und in vielen Tätigkeitsbereichen ihre Charismen einbringen. Wichtig ist uns hier die Haltung der Offenheit für Neues: Es soll und darf miteinander viel ausprobiert werden! Auch durch Vernetzung mit anderen Vereinen und Initiativen im SR, soll im Sinne des Zukunftbildes noch viel Positives entstehen!

Was sind/waren die größten Herausforderungen in der Verwaltung?
Johannes Huber, Handlungsbevollmächtigter für Verwaltung: Der Seelsorgeraum Rein hat bereits 2019 gestartet. Das heißt, wir waren bei den Ersten dabei. Somit war in allen Bereichen noch vieles neu. Große Herausforderungen sind bestimmt die flächenmäßige Ausdehnung des Seelsorgeraums und die unterschiedlichen Mentalitäten der einzelnen Pfarren. Einige Pfarren des Seelsorgeraums sind mittlerweile typische Vorstadt von Graz und andere sind ländlich geprägt. Eine weitere Herausforderung ist, dass die Wirtschaftsräte der einzelnen Pfarren, die grundsätzlich eine tolle Arbeit für die eigene Pfarre leisten, es noch nicht gewohnt sind, mit anderen Pfarren zusammenzuarbeiten bzw. auf Seelsorgeraumebene zu denken. Trotz dieser Herausforderungen sind wir m Bereich Verwaltung im Seelsorgeraum Rein auf einem sehr guten Weg sind. Wir haben das Glück, drei gute und engagierte Pfarrsekretär/innen und engagierte Wirtschaftsräte zu haben. Diese tragen ganz wesentlich zu einem reibungslosen Ablauf der Verwaltung bei.

Wo ist Neues entstanden bzw. gerade im Entstehen?
Johannes Huber: Zu Beginn war sehr vieles neu. Ich möchte folgende drei Punkte hervorheben:
1. Es war neu im Bereich Verwaltung als Team zu denken. Die 3 Pfarrsekretär/innen und ich arbeiten als Team für den gesamten Seelsorgeraum mit 8 Pfarren.
2. Der Handlungsbevollmächtige für Verwaltung ist für die Wirtschaftsräte der erste Ansprechpartner und entlastet dadurch den Pfarrer. Dies ist in vielen Fällen bereits gut gelungen, war bzw. ist für viele Wirtschaftsräte neu.
3. Das Führungsteam des Seelsorgeraums und der Pastoralrat haben 8 Pfarren gleichzeitig im Blick. Das ist eine völlig neue Art zu denken. Es wird nicht nur mehr für die eigene Pfarre gedacht, sondern für einen gesamten Raum. Da dies so neu ist, wird es vermutlich noch einige Jahre dauern, bis das vernetzte Denken und Handeln im Seelsorgeraum zur Selbstverständlichkeit wird.

Was bedeutet Engagementförderung/Freiwilligenmanagement im SR Rein? Welche Maßnahmen werden gesetzt?
Josef Opetnik, Engagementförderer: Mit unserem Ziel, die Freude der Freiwilligen auch für die Zukunft zu sichern, wurden im Pastoralrat Maßnahmen definiert. Dabei wurde festgehalten, dass wir noch stärker auf die Menschen hören und hinschauen wollen, welche Charismen sie einbringen möchten. Dafür schaffen wir Möglichkeiten: beispielsweise können Anliegen in den regelmäßigen Sprechstunden vorgebracht werden. Zugleich wird für einen klaren Rahmen gesorgt, d.h. Aufgaben, Kriterien, Zeitumfang und Dauer werden schriftlich festgehalten. Ebenso wird für fixe Ansprechpersonen gesorgt. So ist eine Unterstützung gesichert und beugt vor, dass Ehrenamtliche nicht überfordert oder alleingelassen werden. Neben dieser strukturellen Basis, wird mit dem Freiwilligenmanagement auch eine klare und transparente Kommunikation fokussiert. Ehrenamtliche sind die Trägerinnen und Träger der Kirche vor Ort (vgl. Zukunftsbild), auf sie gilt es zu hören und sie zu unterstützen. So können das Ehrenamt und wir alle (zusammen-)wachsen.

Redaktion: K. Grager


Orientierung geben

Ein Jugendsozialpädagoge begleitet Jugendliche im SR Rein.

Mein Name ist Josip Kljajic, und seit August 2024 bin ich als Jugendsozialpädagoge im SR Rein tätig – aktuell vor allem im Bereich der Firmvorbereitung. Mein Weg führte mich über die Wirtschaft in die Sozialpädagogik – getragen von einer tiefen Gotteserfahrung und dem Wunsch, jungen Menschen Halt, Wertschätzung und Hoffnung zu geben.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wichtig ehrliche Begleitung und offene Herzen sind. Mein größter Wunsch ist eine Jugendpastoral, die nicht nur über Gott spricht, sondern Gottes Liebe konkret erfahrbar macht.
Wichtig ist mir dabei auch die Vernetzung mit Schulen, dem Jugendzentrum, der Land- und Feuerwehrjugend u. v. m. Ein Herzensprojekt ist für mich der sogenannte JugendKompass, der vor Kurzem in Zusammenarbeit mit dem diözesanen Bereich Kinder & Jugend entstand. Er soll Jugendlichen eine Orientierungshilfe sein – sei es bei Lebensfragen, Bewerbungsvorgängen oder persönlichen Herausforderungen. Der JugendKompass ist ein erster Schritt, der den Weg für viele weitere Projekte und Angebote für die Jugend zukünftig ebnen soll.

Josip Kljajic

Im Blickpunkt

Das Seelsorgeraum-Führungsteam vom SR Rein besteht aus (v. l.) der HBP Gundula Handler, dem Seelsorgeraumleiter Pater Paulus Kamper und dem HBV Johannes Huber. Im Bild bei einer gemeinsamen Wanderung auf der Schneealpe – beim Gehen kommt man gut miteinander ins Gespräch. | Foto: Huber
  • Das Seelsorgeraum-Führungsteam vom SR Rein besteht aus (v. l.) der HBP Gundula Handler, dem Seelsorgeraumleiter Pater Paulus Kamper und dem HBV Johannes Huber. Im Bild bei einer gemeinsamen Wanderung auf der Schneealpe – beim Gehen kommt man gut miteinander ins Gespräch.
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Trauerangebot. Jeden 3. Freitag im Monat findet im Pfarrsaal Maria Straßengel ein Trauercafé statt. Der geschützte Raum bietet die Möglichkeit, 
Erfahrungen auszutauschen, sich gemeinsam zu erinnern, zuzuhören und gehört zu werden. Im Austausch wird manches klarer und leichter. Oft wird trotz der Trauer herzlich gelacht. 
 | Foto: Riedl-Jop
  • Trauerangebot. Jeden 3. Freitag im Monat findet im Pfarrsaal Maria Straßengel ein Trauercafé statt. Der geschützte Raum bietet die Möglichkeit,
    Erfahrungen auszutauschen, sich gemeinsam zu erinnern, zuzuhören und gehört zu werden. Im Austausch wird manches klarer und leichter. Oft wird trotz der Trauer herzlich gelacht.
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Einen klangvollen Nachweis der Gemeinsamkeit im Seelsorgeraum liefert das Adventsingen in der Basilika Rein. Initiatorin Gertrud Zwicker versammelt am ersten Adventsonntag Chöre aus allen acht Pfarren. Ein schönes Miteinander aller Pfarren des SR ist auch bei der anschließenden Agape im Stiftshof spürbar.  | Foto: Kühbeck
  • Einen klangvollen Nachweis der Gemeinsamkeit im Seelsorgeraum liefert das Adventsingen in der Basilika Rein. Initiatorin Gertrud Zwicker versammelt am ersten Adventsonntag Chöre aus allen acht Pfarren. Ein schönes Miteinander aller Pfarren des SR ist auch bei der anschließenden Agape im Stiftshof spürbar.
  • Foto: Kühbeck
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Die Firmvorbereitung im SR bietet vieles: Neben Kirchenkabarett, Jugendvesper u. a. gibt es jedes Jahr einen Waldworkshop mit Martina Laubreiter: Unter fachkundiger Anleitung werden nicht nur viele Bäumchen gepflanzt, sondern es wird auch Wissen über Klimaschutz und Biodiversität vermittelt.  | Foto: Handler
  • Die Firmvorbereitung im SR bietet vieles: Neben Kirchenkabarett, Jugendvesper u. a. gibt es jedes Jahr einen Waldworkshop mit Martina Laubreiter: Unter fachkundiger Anleitung werden nicht nur viele Bäumchen gepflanzt, sondern es wird auch Wissen über Klimaschutz und Biodiversität vermittelt.
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Zahlen und Fakten


SR Rein
Diese acht Pfarrgemeinden gehören zum SR: Gratwein, Hitzendorf, Rein, St. Bartholomä an der Lieboch, St. Oswald bei Plankenwarth, St. Pankrazen und Stiwoll sowie die Expositur Maria Straßengel. Außerdem die Krankenhausseelsorge am LKH Hörgas-Enzenbach.

Kontakt:
HBP Gundula Handler:
0676/8742 6651
gundula.handler@graz-seckau.at
HBV Johannes Huber
0676/8742 2823
johannes.huber@graz-seckau.at
SL Pfarrer Paulus Kamper OCist.
0676/8742 6624
paulus.kamper@graz-seckau.at

Weitere Priester im Team:
Vikare: Abt Philipp Helm OCist.,
Pater Raphael Fuhrmann OCist.,
Pater Benedikt Fink OCist., Teampfarrer Pater Stephan Varga OCist.,
Kaplan Pater Joseph Krčmar OCist.

Pastorale MitarbeiterInnen:
Diakon Pater Thomas Friedmann OCist., Engagementförderer Josef Opetnik, Jugendsozialpädagoge Josip Kljajic, Pastoralpraktikant Matthias Singer.

Sekretariats-Team: Paul Holzer, Renate Kainz und Nicole Magg.

▶ Website: rein.graz-seckau.at

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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