ICH WAR DA. BEI - Pfarrgemeinderatswahl 2017 | Teil 09
Wohlfühlen tut sich bei uns sicher jeder

Als der Anruf kam, war er überrascht und kurz wirklich sprachlos. Gerechnet hatte Fabian Gobold nicht damit. „Ich dachte mir, das gibt es ja nicht, wer hat denn mich gewählt“, sagt er lachend. Nun ist der 21-Jährige also Pfarrgemeinderat in Feldkirchen und gerade noch dabei zu überlegen, was das für die Zukunft bedeutet und wo er sich am besten einbringen kann. Er ist schon gespannt auf die erste Sitzung, sieht aber keine Probleme aufgrund seines Alters, da er die meisten Leute schon lange kennt und sich mit allen gut versteht.

„Um bei uns dazuzugehören, muss man nicht der strenggläubigste Christ sein, man muss nicht der Gläubige aus dem Lehrbuch sein.“ Fabian Gobold sieht die Sache insgesamt eher locker. „Wir wollen alle Menschen ansprechen, bei uns in der Pfarre wird sicher für jeden etwas geboten“, macht er seiner Pfarre und der gelebten Vielfalt ein Kompliment. Altersmäßig geht es von einer Zwergerlgruppe bis hin zu den Senioren. Auch soziales Engagement wird gelebt. Für Migranten findet etwa ein Deutschkurs statt. Heuer wurden in der Fastenzeit wieder die beliebten Passionsspiele aufgeführt, wo Fabian Gobold auch seinen Beitrag leistet. Selbst wenn er nicht als Schauspieler mit dabei war, hatte er durchaus eine wichtige Aufgabe: „Ich stehe bei der Getränkestation.“

Er selbst ist schon seit seiner Kindheit mit der Pfarre verbunden, war Ministrant und bei der Jungschar. Daran hat er viele schöne Erinnerungen. „Die Stunden waren immer witzig, das Jungscharlager im Sommer war ein Highlight zum Austoben.“ Heute selbst Jungscharbegleiter, führt er gemeinsam mit seinem besten Freund Daniel Pabst, der auch in den Pfarrgemeinderat kommt, eine Gruppe mit viel Freude und Begeisterung. Den Kindern in der Freizeit einen lockeren, frischen Zugang zur Kirche zu verschaffen gelingt, da ist er sich sicher, denn: „Sie kommen gerne, und wir haben immer sehr viel Spaß miteinander, auch wenn sie und die Eltern nicht unbedingt zum Sonntagsgottesdienst gehen.“ Dreimal im Jahr gestaltet die Jungscharband die Messe. Das kommt immer sehr gut an.

Eine konkrete Aufgabe, wo Fabian Gobold in Zukunft als Pfarrgemeinderat ein bisschen Druck machen will, hat er schon im Kopf: die Renovierung der Küche im Pfarrheim, die ansteht. „Ja, da will ich schauen, dass etwas weitergeht.“

Zwei Hobbys füllen weitgehend die Zeit aus, die er nicht mit seinem Engagement in der Pfarre verbringt: Er spielt Fußball im Sportverein Feldkirchen, und er kocht gern für seine Familie. Seine Spezialität, die gut ankommt: Wiener Schnitzel. Beruflich durchlebt der junge Mann gerade eine sehr starke Umorientierung. Nachdem er den Sportzweig des Oeverseegymnasiums abgeschlossen hatte, hatte er ursprünglich mit einem Studium der Volkswirtschaftslehre begonnen, die Uni war ihm aber letztlich zu theoretisch. „Ich habe gern viel Abwechslung, und die Arbeit im Büro reizt mich nicht.“ Nun wird er den Aufnahmetest für die Ausbildung zum Polizisten machen, denn „ich wollte schon immer Polizist werden“.

 

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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